Flugzeuge der russischen Luftwaffe auf dem Stützpunkt Hamaimim in Syrien | Bildquelle: REUTERS

Luftwaffenbasis Hamaimim Schwerer Angriff auf russischen Stützpunkt

Stand: 04.01.2018 12:20 Uhr

Unbekannte Rebellen haben offenbar die russische Luftwaffenbasis Hamaimim in Syrien massiv unter Beschuss genommen. Die Informationen über das Ausmaß gehen auseinander. Die Regierung in Moskau spricht von zwei Toten, eine Zeitung von vielen zerstörten Flugzeugen.

Am Silvestertag haben unbekannte Rebellen bei Einbruch der Dunkelheit offenbar einen massiven Angriff auf die russische Luftwaffenbasis Hamaimim in Syrien gestartet. Eine russische Zeitung spricht vom schwersten Angriff seit dem Beginn des russischen Militäreinsatzes in dem Land. Über das genaue Ausmaß gibt es allerdings unterschiedliche Angaben.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte laut Nachrichtenagentur Interfax mit, bei dem Beschuss seien zwei Soldaten ums Leben gekommen. Die unabhängige Tageszeitung "Kommersant" berichtet, bei dem Angriff seien sieben Flugzeuge zerstört worden - vier taktische Bomber vom Typ Suchoj SU-24, zwei Kampfjets vom Typ SU-35c sowie ein Transportflugzeug vom Typ Antonow An-72.

Ministerium spricht von "Fake News"

Das Verteidigungsministerium wies die Angaben in Bezug auf die zerstörten Flugzeuge zurück. Es handele sich um "Fake News", zitiert Interfax einen Sprecher. Die russische Luftwaffe erfülle alle ihr aufgetragenen Aufgaben in vollem Umfang. Erst am Mittwoch hatte das Ministerium einen Hubschrauberabsturz in Syrien vermeldet, bei dem zwei Piloten getötet wurden. Als Grund für den Vorfall am 31. Dezember gab das Ministerium einen technischen Fehler an.

Durch die insgesamt vier Todesfälle an Silvester ist die offiziell von Moskau bestätigte Zahl der getöteten russischen Soldaten im Syrien-Einsatz auf 44 gestiegen.

Eine russisches SU-24M startet von einer Luftwaffenbasis in Syrien (Archivbild) | Bildquelle: AP
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Der Stützpunkt Hamaimim spielt eine wichtige Rolle beim Einsatz in Syrien.

Meldungen über Erfolge bevorzugt

Die russische Regierung berichtet in der Regel äußerst sparsam über militärische Misserfolge in Syrien oder über Opferzahlen. Stattdessen feiert sie den Militäreinsatz als entscheidende Wende in dem Bürgerkrieg.

Seit September 2015 fliegt das russische Militär Luftangriffe und unterstützt damit die syrische Armee. Der Stützpunkt Hamaimim, der sich am Rande des Flughafens Basil al-Assad südlich der Hafenstadt Latakia befindet, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Präsident Wladimir Putin hatte die Basis Mitte Dezember besucht und dabei einen Teilabzug der russischen Streitkräfte aus Syrien bekanntgegeben.

Luftangriffe auf Ost-Ghuta

Unterdessen sind bei Angriffen auf syrische Rebellengebiete östlich der Hauptstadt Damaskus nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Zivilisten getötet worden. Allein 18 Menschen seien ums Leben gekommen, als russische Jets am Mittwoch den Ort Misraba in der Region Ost-Ghuta bombardiert hätten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Rettungsorganisation Weißhelme erklärte, dort seien Wohngebiete angegriffen worden. Die Informationen können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

In der von Regierungstruppen belagerten Enklave Ost-Ghuta sind rund 400.000 Menschen eingeschlossen. Sie gehört zu den letzten Gebieten Syriens, die von Rebellen kontrolliert werden. Dominiert werden die Regierungsgegner dort von radikal-islamischen Kräften. Zuletzt hatten sich die Kämpfe in Ost-Ghuta erneut intensiviert.

Kämpfe in syrischer Region Ost-Ghuta nahe Damaskus
tagesschau 17:00 Uhr, 04.01.2018, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Januar 2018 um 17:00 Uhr.

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