UN-Sondervermittler Staffan de Mistura | Bildquelle: dpa

Syrien-Friedensverhandlungen in Genf Opposition will doch an Gesprächen teilnehmen

Stand: 29.01.2016 20:58 Uhr

Die syrische Opposition hat ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen in Genf angekündigt. Der UN-Sondergesandte de Mistura erklärte, er rechne damit, dass die Gespräche mit allen Beteiligten nun am Sonntag beginnen könnten.

Die wichtigste syrische Oppositionsgruppe HNC hat nach langem Zögern ihre Teilnahme an den Friedensverhandlungen für das Bürgerkriegsland doch noch zugesagt. Das von Saudi-Arabien unterstützte Hohe Verhandlungskomitee (HNC) kündigte an, es werde eine Delegation von etwa 30 Personen nach Genf entsenden. Es habe zuvor Unterstützungszusagen mehrere Länder und der UN bekommen.

Opposition stellt Bedingungen

Das Oppositionsbündnis beriet seit Tagen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad über die Teilnahme an den Genfer Syrien-Gesprächen, die durch eine UN-Resolution im Dezember angeschoben worden waren. Zunächst hatte die Opposition das Ende von Luftangriffen auf Zivilisten und der Städte-Belagerungen sowie humanitäre Hilfe zur Bedingung für eine Teilnahme gemacht.

Beginn der Syrien-Gespräche in Genf
tagesschau 20:00 Uhr, 29.01.2016, Daniel Hechler, ARD Genf

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Die Syrien-Gespräche hatten am Freitag Nachmittag ohne das wichtigste Oppositionsbündnis begonnen. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, sagte, nun habe er "guten Grund zu der Annahme", dass das Höhere Verhandlungskomitee am Sonntag zu den Verhandlungen dazustoßen werde.

Große Hoffnungen an Gipfel

Bei den Gesprächen sollen Vertreter der Regierung und der Opposition nach fünf Jahren Bürgerkrieg unter Vermittlung der UN über die Zukunft des Landes verhandeln. Es ist der dritte Versuch, den Konflikt politisch zu lösen. Zuletzt fand Anfang 2014 ein Gipfel statt. Zunächst sind indirekte Gesprächsrunden geplant, in denen de Mistura einzeln mit den verschiedenen Parteien spricht. Verhandlungen mit allen Seiten an einem Tisch stehen noch nicht an. Die erste Phase dürfte nach Einschätzung de Misturas zwei bis drei Wochen dauern und soll einen "echten Waffenstillstand" zum Ziel haben.

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