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Syrische Provinz Hama
Dutzende Tote bei Anschlag auf Fabrik
Bei einem Anschlag auf Arbeiter eines Zulieferbetriebs der syrischen Armee in der zentralsyrischen Ortschaft Brak sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 54 Menschen getötet worden. Wie die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, ereignete sich der Anschlag auf einen Firmenbus bereits am Mittwoch. Wer das Attentat verübte, ist noch unklar. Oppositionelle machen aber radikale Islamisten verantwortlich. Meldungen aus Syrien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
Der Betrieb stelle Armeeuniformen her und habe nichts mit der Produktion von Waffen zu tun, erklärte die Londoner Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Arbeiter waren demnach auf dem Heimweg. Unter den Toten seien elf Frauen. Mehrere Verletzte schwebten den Angaben zufolge in Lebensgefahr, daher könne die Zahl der Toten noch steigen. Brak liegt in der zentralsyrischen Provinz Hama.
Gefechte in Damaskus
Gewalt gab es auch in der Region östlich von Damaskus. Dort bombardierte die syrische Luftwaffe laut Aktivisten vor allem die Stadt Samalka, während sich am Boden Aufständische und Regierungstruppen schwere Kämpfe lieferten. Die Gegend im Osten der Hauptstadt ist ein Rückzugsgebiet der Rebellen.
Auch aus der Gegend von Dschobar, einem östlichen Viertel von Damaskus, meldete die Beobachtungsstelle schwere Gefechte. Zudem gebe es Kämpfe in südlichen Vororten der Hauptstadt nahe des Lagers Jarmuk. Die Viertel Hadschar al-Aswad, Kadam und Assali wurden demnach von Regierungstruppen unter Beschuss genommen. Weiter im Süden habe die Armee die Rebellenhochburg Daraja bombardiert.
Stand: 08.02.2013 15:31 Uhr
