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Selbstmordanschlag in Damaskus
Syriens Verteidigungsminister offenbar getötet
Der syrische Verteidigungsminister Daud Radscha ist laut syrischem Staatsfernsehen bei einer Sprengsatzexplosion getötet worden. Es habe einen "terroristischen Anschlag" auf das Gebäude der Nationalen Sicherheitsbehörde gegeben.
In dem Gebäude in einem abgeriegelten Viertel habe eine hochrangig besetzte Sitzung von Kabinettsmitgliedern und Sicherheitsbehörden stattgefunden, zahlreiche Menschen seien verletzt worden. Unter ihnen sei auch Innenminister Ibrahim al Schaar, er sei aber "in stabilem Zustand". Arabische Medien hatten zuvor auch von seinem Tod berichtet.
Das Staatsfernsehen meldete zudem, das Attentat sei das Werk eines Selbstmordattentäters. Regimegegner sprachen von einer Autobombe. Nach Angaben von Regimegegnern riegelten Sicherheitskräfte ein Krankenhaus ab, in das Opfer des Anschlags gebracht worden seien.
Assads Verteidigungsminister stirbt bei Anschlag
J. Wiening, ARD Amman
18.07.2012 13:10 Uhr
Zwei Gruppen bekennen sich
Gleich zwei Gruppen bekannten sich zu dem Anschlag: die islamistische Rebellengruppe Liwa al Islam und die Freie Syrische Armee.
Bei mehreren Anschlägen in Damaskus waren in den vergangenen Monaten Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition und das Regime hatten sich jeweils gegenseitig beschuldigt.
Stand: 18.07.2012 13:19 Uhr
