Im Krankenhaus von Kamischli wird ein Verwundeter behandelt. | Bildquelle: AFP

Bombenexplosionen in Restaurants Tote und Verletzte bei Anschlägen in Syrien

Stand: 31.12.2015 03:07 Uhr

Bei einer Anschlagsserie in der nordostsyrischen Stadt Kamischli sind mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. Die Terrormiliz IS soll sich zu den Taten bekannt haben. Kamischli wird mehrheitlich von Kurden bewohnt.

Im Nordosten Syriens sind bei Bombenanschlägen nach Angaben der Opposition mindestens 16 Menschen getötet und 30 verletzt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Stadt Kamischli seien in drei Restaurants Bomben explodiert.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Die kurdische Nachrichtenagentur Rudaw spricht hingegen von zwei Bomben. Unter Berufung auf Augenzeugen heißt es, die Sprengsätze seien nahe eines Cafés und vor einem Restaurant in einem von Christen bewohnten Teil der Stadt detoniert.

IS bekennt sich offenbar zu Anschlägen

Mindestens einer der Sprengsätze wurde der Beobachtungsstelle zufolge von einem Selbstmordattentäter gezündet. Zu den Anschlägen habe sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt. Die Syrische Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort - überprüfen lassen sich die Angaben allerdings nicht.

Der IS und die kurdische Miliz YPG liefern sich im Nordosten Syriens erbitterte Kämpfe. In den vergangenen Wochen hatte der IS zahlreiche Anschlägen in den Kurdengebieten verübt. Die YPG ist ein wichtiger Verbündeter der von den USA geführten Allianz im Kampf gegen den IS.

Die IS-Miliz hat weite Teile Syriens und des Nachbarlandes Irak unter ihre Kontrolle gebracht und über die Staatsgrenze hinweg ein Kalifat ausgerufen.

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