Raketenangriff auf Militärbasis "Trump hat die Kehrtwende gemacht"

Stand: 07.04.2017 08:49 Uhr

Mit dem Angriff auf eine Militärbasis habe Donald Trump die Kehrtwende in seiner Syrien-Politik vollzogen, so US-Korrespondentin Sandra Ratzow. Seine weitere Strategie sei unklar. Doch der Angriff berge großes Risiko.

Noch vor Tagen hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, die Syrer sollten selbst entscheiden, wie man mit Machthaber Bashar al-Assad verfahren solle. Nun der Angriff auf die Luftwaffenbasis des Regimes. "Das ist eine komplette Kehrtwende seiner Syrien-Politik", erklärt die Washington-Korrespondentin der ARD, Sandra Ratzow.

S. Ratzow. ARD Washington, mit Informationen zum US-Luftangriff
ARD Morgenmagazin, 07.04.2017

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Die Bilder von versehrten Kindern nach dem Giftgas-Angriff in der Region Idlib hätten Trump nach eigenen Angaben zum kompletten Umdenken bewegt. Bislang konnte Assad der Chemiewaffeneinsatz nicht nachgewiesen werden. "Dennoch hatte Trump wohl das Gefühl, dass er jetzt in Syrien handeln muss", so Ratzow. Der Angriff auf die Militärbasis sei nun als Warnschuss zu verstehen. Der US-Präsident wolle damit ein Zeichen an Assad senden.

"Ihm fehlt die Strategie"

Wie Trump nun weiter in Syrien verfahren will, ist bislang unbekannt. "Ihm fehlt die Strategie", so die Korrespondentin. Dabei sei es ein risikoreicher Angriff gewesen. Denn sollte der Vergeltungsschlag verpuffen, könnten die USA bald zu weiteren militärischen Schritten gezwungen sein. Es sei auch möglich, dass der IS eine Schwäche des syrischen Regimes nutze, um die Vormacht in der Region zu erhalten.

Über dieses Thema berichteten am 07. April 2017 das ARD-Morgenmagazin u.a. um 08:09 Uhr und tagesschau24 um 09:00 Uhr.

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