Die Aufnahme vom russischen Verteidigungsministerium zeigt eine Luftwaffenbasis der syrischen Armee nach einem Angriff der USA.  | Bildquelle: dpa

US-Luftangriff in Syrien Ein Fünftel von Assads Luftwaffe zerstört

Stand: 11.04.2017 08:23 Uhr

Bei dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Mattis ein erheblicher Teil der Luftwaffe von Machthaber Assad zerstört worden. Er warnte die syrische Regierung davor, erneut chemische Waffen einzusetzen.

Die USA haben nach eigenen Angaben bei ihrem Angriff auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe in der vergangenen Woche 20 Prozent der einsatzfähigen syrischen Kampfflugzeuge zerstört. Das gab US-Verteidigungsminister James Mattis in einem Statement bekannt. Zusätzlich seien Tankanlagen und Luftabwehrsysteme zerstört oder beschädigt worden, hieß es weiter.

Die syrischen Regierungstruppen seien damit nicht mehr in der Lage, auf diesem Stützpunkt Maschinen zu betanken oder neu zu bewaffnen. "Die syrische Regierung wäre schlecht beraten, noch einmal chemische Waffen zu benutzen", sagte Mattis. Die Nutzung der Start- und Landebahn sei von nachgeordneter militärischer Bedeutung. Mattis reagierte damit offenbar auch auf Berichte der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, nach denen die syrische Luftwaffe von dem Flugplatz bereits kurze Zeit später wieder Einsätze flog.

Chemiewaffenexperte Ralf Trapp im Gespräch
nachtmagazin, 10.04.2017

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Flugzeuge sollen von Al-Schairat gestartet sein

Ziel der Militäraktion sei es nicht gewesen, den Stützpunkt "langfristig funktionsunfähig zu machen", sagte Pentagon-Sprecher John Thomas. Vielmehr sei es darum gegangen, die Basis derart zu beschädigen, dass die syrische Armee sie kurzfristig nicht mehr als Startpunkt für Chemiewaffenangriffe nutzen könne.

Nach seinen Angaben waren auf dem Stützpunkt zum Zeitpunkt des Angriffes mutmaßlich chemische Waffen gelagert. Die Marschflugkörper seien bewusst nicht auf die Depots abgefeuert worden, in denen das Giftgas vermutlich gelagert gewesen sei. Es habe vermieden werden sollen, dass das Gas freigesetzt werde.

59 Tomahawk-Raketen abgefeuert

Die US-Streitkräfte hatten von Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer aus 59 Tomahawk-Präzisionsraketen auf die Basis Al-Schairat abgefeuert. US-Präsident Donald Trump begründete den Angriff mit dem mutmaßlich von syrischen Regierungstruppen verübten Giftgasangriff am Dienstag vergangener Woche auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun. Dabei waren 87 Zivilisten getötet worden, darunter viele Kinder. Laut Trump sollen die Flugzeuge mit dem Nervengas von Al-Schairat aus gestartet sein.

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 10. April 2017 um 00:15 Uhr.

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