Syrische "Weißhelme" nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff (Quelle: Syria Civil Defence ("Weißhelme") | Bildquelle: dpa

Giftgas-Angriff in Syrien Frankreich macht Assad verantwortlich

Stand: 26.04.2017 10:53 Uhr

Frankreich macht die syrische Regierung für den Giftgas-Angriff von Chan Scheichun im April mit 87 Toten verantwortlich. Der Angriff trage zweifelsfrei "die Handschrift des Regimes" in Damaskus. Das hätten Laboruntersuchungen ergeben.

Frankreich hat nach eigenen Angaben Beweise für die Verantwortung der syrischen Regierung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff in der Stadt Chan Scheichun mit 87 Todesopfern.

Laboruntersuchungen von Proben vom Angriffsort und von den Opfern hätten ergeben, dass das Nervengas Sarin eingesetzt worden sei, sagte Außenminister Jean-Marc Ayrault. Der Angriff vom 4. April trage zweifellos "die Handschrift des Regimes" in Damaskus, erklärte er.

"Wir wissen aus sicherer Quelle, dass das Herstellungsverfahren typisch für die Methode ist, die in den syrischen Labors entwickelt wurde". Sie trage die Signatur des Regimes "und das erlaubt es uns, seine Verantwortung für diese Attacke festzustellen," sagte er.

Bereits vor einer Woche hatte die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen erklärt, bei dem Angriff sei "unbestreitbar" das Nervengas Sarin oder eine ähnliche Substanz eingesetzt worden.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. April 2017 um 11:15 Uhr

Darstellung: