König Mswati III. | Bildquelle: TAIWAN PRESIDENTIAL OFFICE/HAN H

König verkündet Umbenennung Aus Swasiland wird eSwatini

Stand: 20.04.2018 00:36 Uhr

50 Jahre nach der Unabhängigkeit gibt sich das afrikanische Swasiland einen neuen Namen. Der Staat soll künftig eSwatini heißen, gab König Mswati III. bekannt.

Der König des afrikanischen Kleinstaats Swasiland hat sein Reich umbenannt: Das Land werde künftig offiziell den Namen "Königreich von eSwatini" tragen, gab König Mswati III. am Donnerstag bekannt.

Anlass der Umbenennung war der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien. Mit der Abkehr vom Namen Swasiland solle ein Relikt aus der Kolonialzeit beseitigt werden, sagte der Herrscher.

In der Swasi-Sprache bedeutet "eSwatini" so viel wie "Land der Swasi". Der bisherige Name Swasiland war eine Mischung aus einem englischen und einem Swasi-Bestandteil.

Viele neue Schilder

"Swasiland wird nun zu seinem ursprünglichen Namen zurückkehren", sagte der König bei den Feierlichkeiten im Stadion von Manzini. Der Namenswechsel war bereits seit mehreren Jahren diskutiert worden. Möglicherweise ist dafür eine Verfassungsänderung nötig.

König Mswati III.
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König Mswati III. verkündete die Rückkehr zum ursprünglichen Namen am 50. Jahrestag der Unabhängigkeit.

Außerdem müssen wichtige staatliche Institutionen umbenannt werden - so etwa die Königliche Polizei von Swasiland, die Swasiland-Streitkräfte und die Universität von Swasiland.

Der kleine Binnenstaat liegt eingeklemmt zwischen Südafrika und Mosambik. 1968 erhielt er seine Unabhängigkeit von Großbritannien. König Mswati III. regiert ohne jegliche Einschränkung, er ist der letzte absolute Monarch Afrikas. Kritiker legen ihm seinen verschwenderischen Lebensstil zur Last, der sich deutlich vom entbehrungsreichen Alltag vieler seiner Untertanen abhebt.

Im südlichen Afrika haben mehrere Staaten nach der Unabhängigkeit ihren Namen gewechselt. Aus Rhodesien wurde Simbabwe, Njassaland wurde zu Malawi und Betschuanaland heißt nun Botsuana.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. April 2018 um 06:00 Uhr.

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