Myanmars De-facto-Staatschefin Aung San Suu Kyi besucht den nördlichen Teil des Staats Rakhine. | Bildquelle: AFP

Rohingya in Myanmar Suu Kyi besucht Unruheregion Rakhine

Stand: 02.11.2017 08:40 Uhr

Die De-facto-Regierungschefin von Myanmar, Suu Kyi, ist unangekündigt in die Unruheregion Rakhine gereist. Es ist ihr erster offizieller Besuch in dem nördlichen Bundesstaat Myanmars, in dem Regierungstruppen gewaltsam gegen die muslimischen Rohingya vorgehen.

Myanmars De-facto-Staatschefin Aung San Suu Kyi hat erstmals den konfliktgeplagten nördlichen Teil des Staats Rakhine besucht, aus dem seit August Hunderttausende Rohingya-Muslime geflohen sind. Suu Kyi kam am Morgen in der Regionalhauptstadt Sittwe an. Die Reise findet ohne vorherige Ankündigung statt. Es handele sich um eine "Tagesreise", sagte Regierungssprecher Zaw Htay.

Aung San Suu Kyi besucht erstmals Konfliktregion Rakhine
tagesschau 12:00 Uhr, 02.11.2017

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Die Regierung Myanmars kündigte einen Rückführungsplan für die Flüchtlinge an. Von Sittwe aus sollte Suu Kyi weiter in den Norden Rankhines reisen und nach Angaben des Vizedirektors der Regierung des Staates, Tin Maung Swe, den Ort Maungdaw besuchen.

Angehörige der muslimischen Rohingya auf der Flucht im konfliktgeplagten nördlichen Teil Myanmars. | Bildquelle: REUTERS
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Angehörige der muslimischen Rohingya auf der Flucht in Rakhine, dem konfliktgeplagten nördlichen Teil Myanmars.

Mehr als 600.000 Rohingya geflohen

Nähere Angaben zu ihrer Reiseroute gab es aus Sicherheitsgründen zunächst nicht. Es war somit nicht klar, ob Suu Kyi auch von den Streitkräften niedergebrannte Rohingya-Dörfer besuchen oder in der Region verbliebene Rohingya treffen wird.

Mehr als 600.000 Rohingya sind in den vergangenen Monaten von Rakhine aus in das benachbarte Bangladesch geflohen, als myanmarische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben gegen "Aufständische" vorgingen.

Die Vereinten Nationen sprachen von einer ethnischen Säuberung. Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi wurde massiv kritisiert, da sie nach Ansicht der Weltgemeinschaft nicht genügend unternahm, um die Gewalt zu beenden und die Verantwortlichen zu verurteilen.

Angehörige der muslimischen Rohingya auf der Flucht im konfliktgeplagten nördlichen Teil Myanmars. | Bildquelle: REUTERS
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Mehr als 600.000 Rohingya sind in den vergangenen Monaten von Rakhine aus in das benachbarte Bangladesch geflohen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. November 2017 um 08:00 Uhr.

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