NLD nominiert Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi soll Außenministerin werden

Stand: 22.03.2016 15:35 Uhr

Präsidentin kann Suu Kyi nicht werden. Das schließt eine Klausel in der Verfassung aus, die das Militär eigens auf sie zugeschnitten hatte. Nach ihrem Wahlsieg war aber klar, dass Suu Kyi einen wichtigen Posten bekommen würde. Nun ist klar: es geht ums Außenministerium.

Aung San Suu Kyi | Bildquelle: AP
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Aung San Suu Kyi

Die Friedensnobelpreisträgerin und langjährige Oppositionsführerin in Myanmar, Aung San Suu Kyi, soll nach Angaben ihrer Partei neue Außenministerin des südostasiatischen Landes werden. Sie werde "hauptsächlich" das Amt der Chefdiplomatin bekleiden, sich aber auch "in andere Ministerien" einbringen, wenn sie dies wünsche, teilte Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) mit.

18 Kandidaten für 21 Ministerien nominiert

Suu Kyi hat als Parteivorsitzende zwar das Sagen, kann aber nicht selbst Präsidentin werden, weil die noch vom Militärregime geschriebene Verfassung dies Personen mit ausländischen Familienmitgliedern verbietet. Suu Kyis verstorbener Ehemann war Brite. Auch ihre beiden Söhne haben die britische Staatsangehörigkeit.

Die Klausel war 2008 eigens auf Suu Kyi zugeschnitten worden. Verhandlungen mit dem Militär, diese zu ändern, scheiterten. Suu Kyi wählte deshalb einen engen Vertrauten, den Ökonomen Htin Kyaw, für das Amt des Präsidenten aus. Er nominierte 18 Kandidaten für 21 Ministerien. Einige sollen zwei Posten übernehmen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. März 2016 um 15:30 Uhr

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