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Ausgesetzte Förderung soll wieder aufgenommen werden
Sudan und Südsudan einigen sich im Streit um Erdöl
Der Sudan und der Südsudan haben eine Einigung im Streit um Transitgebühren beim Export von Erdöl erreicht. Die beiden Staaten hätten ein Abkommen über die finanziellen Details getroffen, erklärte der Vermittler der Afrikanischen Union, Thabo Mbeki, nach einer Sitzung des Friedens- und Sicherheitsrats des Staatenbundes in Addis Abeba.
Der frühere südafrikanische Präsident kündigte an, dass die seit Januar gestoppte Förderung des Erdöls im Südsudan wieder aufgenommen werde.
Mbeki kündigte in der Nacht zu Samstag auch ein Treffen zwischen Sudans Präsident Omar al Baschir und seinem südsudanesischen Kollegen Salva Kiir im September an, um über den Status der erdölreichen Grenzregion Abyei zu sprechen.
Clinton hatte zum Kompromiss aufgerufen
Die US-Außenministerin Hillary Clinton hatte gestern bei einem Besuch in der südsudanesischen Hauptstadt Juba die beiden Staaten zum Kompromiss aufgerufen, um die seit der Unabhängigkeit am 9. Juli 2011 ungelösten Streitfragen zu regeln. Clinton rief auch die südsudanesische Regierung auf, im Streit um die beim Export zu entrichtenden Transitgebühren ein "vorläufiges Abkommen" mit Khartum zu treffen, um eine Wiederaufnahme der Förderung zu erlauben.
Sudan und Südsudan einigen sich über Ölexport
J. Stryjak, ARD Kairo
04.08.2012 13:56 Uhr
Der Südsudan hat bei der Teilung des Landes drei Viertel der Erdölreserven erhalten. Zum Export ist er aber weiter auf die Ölpipelines des Norden angewiesen. Angesichts von Differenzen über die Transitgebühren hatte Khartum entschieden, als Bezahlung selbstständig Öl abzuzweigen. Der Süden hatte daraufhin die Produktion gestoppt. Zu dem Streit um die Transitgebühren kommen eine Reihe ungeklärter Grenzfragen, insbesondere im Bereich der Ölfelder, hinzu.
Stand: 04.08.2012 04:42 Uhr
