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Nach Tod von UN-Mitarbeitern

Südsudan bedauert Abschuss von UN-Hubschrauber

Ein Hubschrauber der UN-Friedenstruppen ist von der südsudanesischen Armee abgeschossen worden. Dabei sind die vier russischen Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, teilten die Vereinten Nationen mit. Der Helikopter habe sich auf einem Aufklärungsflug über dem Bundesstaat Jonglei befunden.

Karte: Südsudan
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Der Hubschrauber soll sich beim Abschuss über dem Bundesstaat Jonglei befunden haben.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon forderte von der Regierung des Südsudan eine rasche Aufklärung des Vorfalls. Der Hubschrauber sei "klar gekennzeichnet" gewesen, die Verantwortlichen müssten dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Die südsudanesische Armee gab zu, den Helikopter versehentlich abgeschossen zu haben. Ein Armeesprecher bedauerte den Abschuss. Man habe den Hubschrauber für ein sudanesisches Flugzeug gehalten mit einer Waffenlieferung für die Yau-Yau-Rebellen in dem Bundesstaat.

Zuvor hatte der Südsudan die Verantwortung für den Abschuss des Hubschraubers noch zurückgewiesen. Der Helikopter sei von den Rebellen abgeschossen worden, hatte es geheißen.

Südsudan weiterhin Bürgerkriegsgebiet

Die UN-Friedenstruppe UNMIS war nach der Abspaltung des Südsudans vom Norden im Juni 2011 aufgestellt worden. Sechs Monate zuvor hatte sich die Bevölkerung in einem Referendum für eine Teilung ausgesprochen. In einem seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg waren in etwa zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen.

Im Bundesstaat Jonglei kämpfen Rebellen seit Jahren gegen die südsudanesische Armee. Zudem bekriegen sich dort viele verfeindete Stämme. Anfang des Jahres hatte die Regierung Jonglei zum Notstandsgebiet erklärt und Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte mobilisiert. Jonglei gehört zu den Gebieten, die am stärksten von dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg im ehemaligen Sudan betroffen waren.

Blauhelmsoldat erschießt in Darfur drei UN-Soldaten

Im Nachbarland Sudan hat ein Blauhelmsoldat der UN-Truppe UNAMID drei Kameraden und dann sich selbst getötet. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag auf dem UNAMID-Stützpunkt Mukjar im Westen der Unruheregion Darfur, wie eine UNAMID-Sprecherin mitteilte. Zur Nationalität der Beteiligten konnte die Sprecherin keine Angaben machen. Ermittlungen seien im Gange.

Die Zahl der getöteten UNAMID-Soldaten stieg nach dem Vorfall vom Donnerstag auf 47 innerhalb von fünf Jahren. Die 23.500 Mann starke UN-Truppe soll in Darfur den Konflikt zwischen Aufständischen und regierungstreuen Milizen befrieden. An dem seit 2007 andauernden Einsatz sind auch Bundeswehrsoldaten und deutsche Polizisten beteiligt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Dezember 2012 um 10:00 Uhr.

Stand: 22.12.2012 01:55 Uhr

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