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Südsudan
Vier Tote bei Abschuss eines UN-Hubschraubers
Ein Hubschrauber der UN-Friedenstruppen ist nach Angaben der Vereinten Nationen von der südsudanesischen Armee abgeschossen worden. Alle vier Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen, teilte die UN mit. Der Helikopter habe sich auf einem Aufklärungsflug über dem Bundesstaat Jonglei befunden. Die Armee wies die Darstellung der UN zurück. Der Hubschrauber sei von Yau-Yau-Rebellen in dem Bundesstaat abgeschossen worden, sagte ein Armeesprecher.
Die UN-Friedenstruppe UNMIS war nach der Abspaltung des Südsudans vom Norden im Juni 2011 aufgestellt worden. Sechs Monate zuvor hatte sich die Bevölkerung in einem Referendum für eine Teilung ausgesprochen. In einem seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg waren in etwa zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen.
Im Bundesstaat Jonglei kämpfen Rebellen seit Jahren gegen die südsudanesische Armee. Zudem bekriegen sich dort viele verfeindete Stämme. Anfang des Jahres hatte die Regierung Jonglei zum Notstandsgebiet erklärt und Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte mobilisiert. Jonglei gehört zu den Gebieten, die am stärksten von dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg im ehemaligen Sudan betroffen waren.
Stand: 21.12.2012 21:31 Uhr
