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11.03.2010

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Ausland
Georgische Flüchtlinge und russischer Panzer bei Gori (Foto: dpa)
Kaukasus: Scharmützel trotz Friedensplan
Russen rücken erneut in Gori ein

Friedensplan - aber noch kein Frieden

Die russischen Streitkräfte haben erneut die Stadt Gori angegriffen. Moskau habe damit die am Vortag vereinbarte Waffenstillstandsvereinbarung gebrochen, sagte der Leiter des georgischen Sicherheitsrats, Alexander Lomaia. Russische Soldaten seien anschließend plündernd durch die Stadt gezogen. Auch westliche Medien berichteten von russischen Truppen in der Stadt.

Laut der russischen Agentur RIA-Nowosti wurde jedoch ein Waffenlager bei Gori ausgehoben. In den Außenbezirken seien große Mengen militärisches Material und Munition entdeckt worden, hieß es demnach aus Militärkreisen.

Die russische Armee hatte den Vorwurf allerdings zurückgewiesen und mitgeteilt, in Gori würden sich kein russisches Militär oder verbündete Truppen aufhalten. Entsprechende Berichte seien "Desinformation".

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"Keine Einheiten unterwegs nach Tiflis"

Russland und Georgien dementierten zudem unisono, dass russische Verbände auf die georgische Hauptstadt Tiflis vorrückten. Dies hatte ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP aus Gori gemeldet. Das georgische Innenministerium erklärte, der Konvoi habe Gori verlassen, sei aber nicht unterwegs in die Hauptstadt.

ARD-Korrespondent Thomas Roth sagte, es seien tatsächlich Panzer in Richtung Tiflis gerollt, aber 50 Kilometer vor Tiflis in eine Kaserne abgebogen. Dies sei "ein Bruch aller Vereinbarungen" und habe die Menschen in Tiflis "in hohem Maße beunruhigt". Die russische Armee habe angegeben, mit dem Manöver eine Sicherheitszone einrichten zu wollen.

Georgiens Präsident Saakaschwili sagte dem US-Nachrichtensender CNN, russische Truppen versuchten, Tiflis zu umzingeln. Russische Panzer zerstörten in Gori Gebäude und schössen auf Menschen. Sie seien "äußerst aggressiv, sie sind dabei, die ethnische Säuberung meiner Bevölkerung zu vollenden".

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Merkel trifft sich mit Medwedjew und Saakaschwili

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in der kommenden Woche nach Tiflis reisen. Dort wird sie nach Angaben eines Sprechers mit Staatspräsident Michail Saakaschwili zusammentreffen, der von Moskau als Gesprächspartner nicht mehr akzeptiert wird. Am Freitag trifft sich Merkel in Sotschi mit dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedjew.

Die Bundesregierung reagierte erleichtert auf die von der französischen EU-Ratspräsidentschaft vermittelte Feuerpause in Georgien. Es müsse alles unternommen werden, damit die Gewalt dauerhaft beendet werde.

Georgien Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: ]
Stand: 15.08.2008 09:28 Uhr
 

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