Moon Jae | Bildquelle: CHUNG SUNG-JUN/POOL/EPA-EFE/REX/

Gespräche in Pjöngjang Südkorea schickt Gesandte nach Nordkorea

Stand: 04.03.2018 07:26 Uhr

Nach den Olympischen Spielen bemühen sich Süd- und Nordkorea offenbar weiter um Annäherung. Am Montag sollen südkoreanische Sondergesandte zu Gesprächen in das Nachbarland reisen - und anschließend in die USA.

Südkorea wird eine Delegation aus zehn Regierungsvertretern nach Nordkorea schicken. Bei dem Besuch am Montag und Dienstag gehe es um eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen und mögliche Gespräche zwischen Nordkorea und den USA für ein Ende des Atomstreits, teilte das südkoreanische Präsidialamt in Seoul mit.

Anschließend sollen die Sondergesandten nach Washington reisen, um die US-Regierung über die Beratungen in Pjöngjang zu informieren. Angeführt wird die Delegation von zwei führenden Vertretern der südkoreanischen Sicherheitsbehörden: Dabei handelt es sich um den Chef des Geheimdienstes NIS, Suh Hoon, und den Sicherheitsberater von Präsident Moon Jae In, Chung Eui Yong.

Einladung an Moon

Die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im Februar hatten zu einer leichten Entspannung in den Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten geführt. Nordkoreanische Regierungsmitarbeiter hatten an den Feierlichkeiten zu Beginn und zum Abschluss der Spiele teilgenommen. Dabei luden sie den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zu einem Besuch in Nordkoreas Hauptstadt ein und erklärten, zur Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA bereit zu sein. Moon will aber nicht persönlich nach Nordkorea reisen, sondern kündigte an, Sondergesandte zu schicken.

Doch zuletzt verschärfte sich der Ton wieder, nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit über Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm weitere Strafmaßnahmen gegen das abgeschottete Land erließ und mit einer Eskalation des Konflikts drohte. Nordkorea warf daraufhin den USA vor, die Verbesserung der Beziehungen zu Südkorea untergraben zu wollen. Zudem drohte Nordkorea erst am Samstag den USA wegen des angekündigten Frühjahrs-Manövers mit den südkoreanischen Streitkräften mit Gegenmaßnahmen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. März 2018 um 08:00 Uhr.

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