Nord- und südkoreanische Soldaten stehen sich in dem Grenzort Panmunjom gegenüber. | Bildquelle: AP

Süd- und Nordkorea Ein Treffen - egal wo, wann und wie

Stand: 02.01.2018 13:01 Uhr

Es kam überraschend: Schon bald könnten sich Vertreter Süd- und Nordkoreas zu Gesprächen treffen. Das Treffen ist ein Erfolg der Bemühungen des südkoreanischen Präsidenten Moon. Der will einen dauerhaften Dialog erreichen - doch das könnte in den USA auf Widerstand stoßen.

Von Jürgen Hanefeld, ARD-Studio Tokio

Der Überraschung gestern aus Pjöngjang folgte hektische Betriebsamkeit heute in Seoul. Der Wunsch der Nordkoreaner, an den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilzunehmen, wurde zwar umgehend positiv beantwortet - doch bis dahin müsse noch einiges erledigt werden. Am besten gehe das im persönlichen Gespräch, erklärte Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung-gyon.

"Die Regierung ist gewillt, mit dem Norden in einen Dialog einzutreten, ohne Rücksicht auf Zeit, Ort und Format", sagte er. "Wir denken, dass die zugeschütteten interkoreanischen Gesprächskanäle sofort wieder geöffnet werden sollten. Unser Vorschlag ist, dass die Details, die Tagesordnung und die Zusammensetzung der Delegationen bei einem Treffen der beiden Koreas im Grenzdorf Panmunjom besprochen werden sollten."

Als Termin nannte der Minister den 9. Januar, also bereits in einer Woche. Das Dorf Panmunjom liegt in der stark bewachten entmilitarisierten Zone, dort, wo sich nord- und südkoreanische Soldaten direkt in die Augen sehen.

Seoul bietet Nord-Korea Gespäche an
tagesschau 17:00 Uhr, 02.01.2018, Uwe Schwering, ARD Tokio

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Einladung mit Bedingungen

Die Teilung Koreas hält seit mehr als 60 Jahren an. Unter der vormaligen südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye waren alle Gesprächskanäle zugeschüttet worden. Ihr Nachfolger Moon Jae In gibt sich seither alle Mühe, wenigstens minimale Kontakte zum Norden neu zu knüpfen.

Moon Jae In | Bildquelle: dpa
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Präsident Moon in der Kabinettssitzung

Dazu gehörte auch die Einladung an Kim Jong Un, eine Delegation zu den olympischen Winterspielen zu entsenden. Nach der unerwarteten Zusage erklärte der Präsident heute: "Das Vereinigungsministerium und das Sportministerium sollten so schnell wie möglich die Voraussetzungen für interkoreanische Gespräche schaffen, damit das nordkoreanische Team an den Spielen teilnehmen kann."

Doch Moon knüpft Bedingungen an die Einladung. Die Verbesserung der Beziehungen könne nicht unabhängig von der nordkoreanischen Atomfrage betrieben werden, sagte er. "Deshalb sollte sich das Außenministerium eng mit den Alliierten und der internationalen Gemeinschaft abstimmen."

Noch keine Antwort aus Pjöngjang

Moons Ziel ist, einen dauerhaften Dialog mit Nordkorea zu erreichen. Das aber steht im Widerspruch zur Politik der USA, die als Schutzmacht für Südkorea fungiert. Wie Washington auf den Vorschlag Moons reagiert, die gemeinsamen Militärmanöver auf die Zeit nach den Olympischen Spielen zu verschieben, ist noch offen. Und auch die Antwort aus Pjöngjang steht noch aus.

Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an
Jürgen Hanefeld, ARD Tokio
02.01.2018 10:15 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Januar 2018 um 12:00 Uhr.

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