Zwei US-Langstreckenbomber vom Typ B-1B Lancer und ein F2-Kampfjet der japanischen Luftwaffe (unten) über Japan  | Bildquelle: dpa

Manöver von Südkorea und USA Warnsignal an Nordkorea

Stand: 08.07.2017 11:11 Uhr

US-Langstreckenbomber haben gemeinsam mit der südkoreanischen Luftwaffe ein Manöver nahe der nordkoreanischen Grenze geflogen. Damit reagieren die beiden Länder nach eigener Aussage auf den Test einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea.

Zur Abschreckung Nordkoreas haben die Luftstreitkräfte der USA und Südkoreas ein Militärmanöver nahe der Grenze zu Nordkorea abgehalten und dabei bunkerbrechende Bomben abgeworfen. Anschließend flogen die B-1B-Bomber der US-Luftwaffe dicht entlang der Grenze zu Nordkorea, bevor sie zu ihrem Stützpunkt auf der Pazifikinsel Guam zurückkehrten, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte. Gemeinsam hätten die Flugzeuge einen Angriff auf nordkoreanische Ziele simuliert.

USA: Übung für den Ernstfall

Die zehnstündige Übung mit den beiden Überschallmaschinen vom Typ B-1B Lancer sei eine Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Test einer ballistischen Interkontinentalrakete und auf das Atomwaffenprogramm des Landes, teilte das US-Militär mit. "Nordkoreas Vorgehen ist eine Bedrohung für unsere Verbündeten, Partner und für unser Heimatland", erklärte US-Luftwaffengeneral Terrence O'Shaughnessy. Man stehe für den Ernstfall bereit, "um das volle tödliche Potenzial unserer alliierten Streitkräfte zu entfesseln".

Auf dem Rückweg zu ihrem Stützpunkt auf der Pazifikinsel Guam flogen die Langstreckenbomber nach offizieller Darstellung im Verbund mit F2-Kampfjets der japanischen Luftwaffe.

Die USA und Südkorea hatten in dieser Woche bereits eine gemeinsame Militärübung durchgeführt.

Reaktion auf Nordkoreas Test einer Interkontinentalrakete

Nordkorea hatte am Dienstag - am Unabhängigkeitstag der USA und kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg - erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion. Die Regierung in Washington befürchtet unter anderem, dass das isolierte Land mit Atomsprengköpfen versehene Langstreckenraketen baut, die US-Territorium erreichen können.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 08. Juli 2017 um 09:44 Uhr.

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