Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

29.05.2012

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
Inhalt
Ausland
Nord- und Südsudan einigen sich auf demilitarisierte Zone
Umstrittene Grenzregion Abyei

Nord- und Südsudan einigen sich auf demilitarisierte Zone

Karte Sudan und Südsudan Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Sudan steht kurz vor der Teilung in zwei unabhängige Staaten. ]
In der zwischen dem Norden und dem Süden des Sudan umstrittenen Grenzregion Abyei soll eine demilitarisierte Zone eingerichtet werden. Ein entsprechendes Abkommen hätten die Regierung in Khartum und südsudanesische Befreiungsbewegung (Sudan People's Liberation Movement/SPLM) unterzeichnet, sagte der ehemalige südafrikanische Präsident Thabo Mbeki, der in dem Konflikt vermittelt hatte.

Beide Seiten hätten zugestimmt, ihre Soldaten aus dem Bereich von Abyei abzuziehen. Sie sollen laut Mbeki von äthiopischen UN-Truppen ersetzt werden, deren Aufgabe es sei, für Waffenruhe zu sorgen. Damit könnten die Vertriebenen zurückkehren und humanitäre Organisationen sie mit Hilfsgütern versorgen. Die Kämpfe zwischen dem sudanesischen Militär und der SPLM um das wirtschaftlich wichtige Gebiet hatten sich in den vergangenen Wochen erheblich verschärft.

Trennung in zwei unabhängige Staaten

Das hängt mit der bevorstehenden Teilung des Sudans in zwei eigenständige Staaten Sudan und Südsudan am 9. Juli zusammen. In dem zeitweiligen Abkommen wird nun die im Abyei-Protokoll von 1956 festgelegte Trennlinie zwischen dem Norden und Süden der Region als Status quo bestätigt. In dem Dokument heißt es aber, dass die Aufteilung in dem endgültigen Vertrag noch geändert werden könnte. Zur Regierung von Abyei einigten sich beide Seiten, dass der Südsudan den Chefverwalter und der Norden seinen Stellvertreter stellt. Das ihnen untergeordnete Verwaltungsorgan soll aus drei Vertretern der SPLM und zwei Gesandten aus Khartum bestehen.

UN-Generalsekretär lobt Einigung

Ban Ki-Moon (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: UN-Generalsekretär Ban forderte beide Seiten auf, die Kämpfe im ganzen Land zu beenden. ]
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Einigung zwischen dem Norden und dem Süden und rief beide Seiten auf, ihre Kampfhandlungen auch in der Region Süd-Kordofan zu beenden. Auch der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig begrüßte die Einigung am Rande der Sicherheitsratssitzung in New York. Wittig sagte, das Abkommen sei ein wichtiger Schritt für eine friedliche Beilegung des Konflikts in Abyei und für die Unabhängigkeit des Südens insgesamt.

Verhandlungen über weitere umkämpfte Region

Derweil äußerte sich Mbeki optimistisch, auch für die andere Konfliktregion an der Grenze des Sudans zum künftig unabhängigen Süden eine Lösung zu erzielen. Die Verhandlungen um Süd-Kordofan sollten bereits am Dienstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba beginnen, sagte der ehemalige Präsident Südafrikas. Er hoffe, bis Ende Juni alle Hürden für die friedliche Trennung des bisher größten afrikanisches Landes genommen zu haben, sagte Mbeki.

Stand: 20.06.2011 22:23 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW