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29.05.2012

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Ausland
Google Street View: Erfahrungen im Ausland
Google Street View im Ausland

Hier ein Reiz - dort ein Reizthema

Schon die Pläne für den Google-Dienst Street View hatten zu heftiger Kritik in Deutschland geführt. Im Ausland, wo es Street View schon gibt, ist das Echo mal entspannt, mal entrüstet. tagesschau.de mit einem Überblick.

Die Kamera eines Fahrzeugs des Google-Projekts Street View, aufgenommen am 03.03.2010 auf dem Messegelände in Hannover. (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Mit diesen Kameras hat Google weltweit fotografiert. ]
USA: In den USA nahm das Street-View-Projekt im Mai 2007 seinen Ausgang. Mittlerweile ist das Land fast flächendeckend erschlossen. Selbst etliche entlegene Gebiete sind kartographiert, samt großer Nationalparks. Der Widerstand gegen Fotos, auf denen Menschen mitunter noch zu erkennen sind, ist abgeflaut. Dagegen wächst die Kritik gegen Googles parallele Datensammelei. 38 Bundesstaaten gehen gemeinsam gegen den Mitschnitt von WLAN-Daten vor.

SCHWEIZ: Von den Eidgenossen hagelte es Kritik. Viele der auf ihre Unabhängigkeit und Privatsphäre bedachten Schweizer fühlen sich durch die Kamera-Fahrten der Google-Autos belästigt. Die Aufnahme weiterer Bilder ist zwar erlaubt, allerdings nur, wenn die Route vorher bekanntgegeben wird und sich Anwohner auf den oft ungebeten "Besuch" vor ihrer Haustür einstellen können. Eine Veröffentlichung der Bilder ist derzeit noch nicht erlaubt. Der Schweizer Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür hatte sich mit Google auf diese Zwischenlöschung verständigt, bis das Bundesverwaltungsgericht in Bern eine abschließende Entscheidung zu dem Reizthema fällt.

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Weitere Meldungen Manche sehen es als Fotoalbum der Nation Google Street View gibt es in Großbritannien schon seit 2009. [video]

NIEDERLANDE: In den Niederlanden hielten sich Proteste gegen die Einführung von Street View in Grenzen. So konnte sich die oppositionelle Sozialistische Partei (SP) nicht mit der Forderung durchsetzen, Google wegen der - mittlerweile von dem Unternehmen abgestellten - Erfassung von privaten Drahtlos-Netzwerken strafrechtlich zu verfolgen. Inzwischen gibt es sogar eine Internetplattform, die von Street View erfasste Bilder nach inhaltlichen Kategorien sortiert ins Netz stellt, darunter "bekannte Niederländer" und "lustige Szenen".

Google Maps-Aufnahmen in Paris (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: In Frankreich sind auch sogenannte Trikes unterwegs. Die Fahrräder knipsen dort, wo Autos nicht hinkommen. ]
FRANKREICH: In Paris nutzen viele Street View bei der Wohnungssuche oder um sich Treffpunkte vorher anzuschauen. Nachdem im Mai bekanntgeworden war, dass bei den Kamerafahrten auch Daten aus offenen Funknetzen miterfasst wurden, schaltete sich die französische Datenschutzbehörde CNIL ein und stellte eigene Untersuchungen an. Daraus ging hervor, dass Google sogar Passwörter und E-Mails registriert habe. Einen großen öffentlichen Aufschrei gab es jedoch nicht.

SPANIEN: Der Dienst wurde eingeführt, ohne dass es in Spanien ein großes öffentliches Thema war. Wie in vielen anderen Ländern ermittelt die spanische Datenschutzbehörde, inwieweit Google Daten aus privaten WLAN-Netzwerken gesammelt hat. Die Google-Verantwortlichen in Spanien betonten, solche private Daten seien nur versehentlich mitgeschnitten worden. Google wolle die Informationen gar nicht haben und bemühe sich in Zusammenarbeit mit den spanischen Datenschützern um eine einvernehmliche Lösung.

ITALIEN: In Italien gibt es Street View seit November 2008. Im vergangenen Mai schaltete sich die italienische Datenschutzbehörde wegen der aufgezeichneten persönlichen Daten ein. Geklärt werden sollte, ob die Aufzeichnung vorschriftsmäßig war und ob Dritte zu den Nutzerdaten Zugang hatten. Google sollte die Datenschützer zudem über den Zeitraum, den Verwendungszweck und die Speicherung der Daten informieren. Ergebnisse dieser Untersuchungen gab es bisher noch nicht. Seither wurden keine neuen Bilder aufgenommen.

dpa

Stand: 10.08.2010 19:32 Uhr
 

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