Strauss-Kahn muss eventuell doch vor Gericht

Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn muss eventuell vor Gericht

Doch Prozess wegen Zuhälterei?

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn soll wegen seiner Affäre um illegale Sex-Partys mit Prostituierten der Prozess gemacht werden. Die zuständigen Untersuchungsrichter lehnten nach Justizangaben eine Einstellung des Anklageverfahrens wegen bandenmäßiger Zuhälterei ab und reichten den Fall ans Gericht weiter. Die Staatsanwaltschaft hatte sich jüngst für ein Ende der Ermittlungen gegen den 64-Jährigen ausgesprochen.

Dominique Strauss-Kahn (Bildquelle: AFP)
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Kommt auf den ehemaligen IWF-Chef ein Prozess zu?

Strauss-Kahn wird in dem Anklageverfahren verdächtigt, an der Organisation von illegalen Sex-Partys beteiligt gewesen zu sein. Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die Teilnahme an Treffen in Städten wie Paris, Washington und Lille eingeräumt. Er will allerdings nichts davon gewusst haben, dass die beteiligten Frauen bezahlt wurden. In diesem Fall dürfte der Franzose nicht verurteilt werden.

Legt die Staatsanwaltschaft Einspruch ein?

Die Staatsanwaltschaft könnte dagegen Rechtsmittel einlegen. Neben Strauss-Kahn soll zwölf weiteren Verdächtigen der Prozess gemacht werden.

Das Privatleben Strauss-Kahns hatte 2011 international für Schlagzeilen gesorgt, als ihn eine New Yorker Hotelangestellte der versuchten Vergewaltigung bezichtigte. Unter dem öffentlichen Druck trat er als Direktor des Internationalen Währungsfonds zurück. Die inzwischen durch eine außergerichtliche Einigung beigelegte Angelegenheit machte zudem die Ambitionen des Sozialisten auf eine Präsidentschaftskandidatur in Frankreich zunichte.

"Callgirl-Affäre": Stauss-Kahn bald vor dem Strafgericht?
A. C. Heckmann, ARD Paris
26.07.2013 17:39 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Juli 2013 um 16:30 Uhr.

Stand: 26.07.2013 16:21 Uhr

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