Die als Stormy Daniels bekannte Pornodarstellerin Stephanie Clifford | Bildquelle: AP

Vorwurf der Verleumdung Stormy Daniels verklagt Trump erneut

Stand: 30.04.2018 21:22 Uhr

Einmal hat die Pornodarstellerin Stormy Daniels den US-Präsidenten Trump schon verklagt - jetzt kommt eine zweite Klage dazu. Es geht um einen Tweet, den sie für verleumderisch hält.

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat US-Präsident Donald Trump wegen Verleumdung verklagt. Daniels - mit echtem Namen Stephanie Clifford - verwies vor einem Bundesgericht in Manhattan auf einen Tweet des Präsidenten vom 18. April.

Darin bezog sich Trump auf ein Phantombild eines Mannes, der sie 2011 im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Affäre zwischen dem Präsidenten und ihr bedroht haben soll. Der Mann habe nie existiert, schrieb Trump und sprach von einem Betrug.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
A sketch years later about a nonexistent man. A total con job, playing the Fake News Media for Fools (but they know it)! https://t.co/9Is7mHBFda

In der Klage wird erklärt, der Tweet sei "falsch und verleumderisch". Die Pornodarstellerin fordert einen Geschworenenprozess und Entschädigung in nicht genannter Höhe. Ihr Anwalt Michael Avenatti sagte: "Wir haben vor, Herrn Trump beizubringen, dass man sich nicht einfach Dinge über jemanden ausdenken und diese ohne ernsthafte Konsequenzen verbreiten kann."

Eine aktuelle Stellungnahme des Präsidenten oder seiner Anwälte liegt nicht vor. Nach seiner Darstellung gab es nie eine Affäre.

Rechtsstreit über angebliche Affäre

Daniels hatte Trump bereits Anfang März in Los Angeles verklagt. Sie führte an, eine Vereinbarung zum Stillschweigen über die angebliche Affäre sei nichtig, weil Trump sie nicht selbst unterzeichnet habe. Es stehe ihr daher frei, Details über die Beziehung öffentlich zu machen.

Trumps Anwalt Michael Cohen zahlte der Darstellerin während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 nach eigenen Angaben 130.000 Dollar. Seitdem hat die Bundesermittlungsbehörde FBI Cohens Büros und Wohnräume durchsucht.

Über dieses Thema berichtete Brisant am 26. März 2018 um 17:15 Uhr.

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