Polizist am Tatort in Stockholm | Bildquelle: AP

Anschlag in Stockholm Festgenommener unter Terrorverdacht

Stand: 08.04.2017 13:24 Uhr

Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm mit vier Toten und zahlreichen Verletzten steht ein Festgenommener unter Terror- und Mordverdacht. Die Polizei geht davon aus, dass er den Lkw gesteuert hat. Medienberichten zufolge soll es sich um einen 39-jährigen Usbeken handeln.

Nach dem Anschlag mit einem Lkw im Zentrum der schwedischen Hauptstadt Stockholm steht ein gestern Festgenommener nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter Terror- und Mordverdacht. Bis Dienstagmittag haben die Ermittler nun Zeit, ihn zu verhören. Dann muss ein Richter entscheiden, ob er in Haft kommt.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um den Mann, der "wahrscheinlich" den Lkw gesteuert hat. Das sagte ein Polizeisprecher am Morgen dem schwedischen Radiosender SR. "Wir können nicht ausschließen, dass weitere Personen festgenommen werden, aber wir sehen keine Hinweise, dass eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht", sagte der Sprecher weiter.

Medienberichten zufolge soll es sich um einen 39-jährigen Usbeken mit Sympathie für die Terrormiliz "Islamischer Staat" handeln. Die Polizei bestätigte das nicht. Einem schwedischen Radiosender zufolge sollen diese Informationen von deutschen Behörden stammen.

Clas Oliver Richter, ARD Stockholm, zu den Ermittlungen in Stockholm
tagesschau24 12:00 Uhr, 08.04.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Der Sender SVT berichtete in der Nacht unter Berufung auf Polizeikreise, dass ein zweiter Mann festgenommen worden sei. Er sei im nördlichen Vorort Hjulsta gefasst worden und habe eine Verbindung zu dem zuvor festgesetzten Mann. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt nicht vor.

Auch eine weitere Meldung des Senders SVT ist bislang unbestätigt: Demnach soll in dem Tatfahrzeug Sprengstoff gefunden worden sein. Dieser sei in einer Tasche entdeckt worden, berichtete der TV-Sender unter Berufung auf Polizeikreise. Der Chef der schwedischen Sicherheitspolizei wollte das einem anderen Sender, TV4, jedoch nicht bestätigen.

Erhöhte Polizeipräsenz im ganzen Land

Die Sicherheitskräfte zeigten erhöhte Präsenz und bewachten besonders gefährdete Plätze im ganzen Land. Außerdem verschärften die Behörden die Grenzkontrollen. Ministerpräsident Stefan Löfven sagte, zehn Tage lang sollen alle Ausreisenden an den Grenzen kontrolliert werden.

"Es fühlt sich so furchtbar an, was passiert ist. Unschuldige Menschen sind getroffen worden", sagte Löfven auf einer Pressekonferenz und verurteilte den Anschlag als verabscheuungswürdige Tat. "Schweden wird sich nicht durch diese abscheulichen Mörder einschüchtern lassen." Am Abend legte er Blumen am Anschlagsort nieder.

In der Stadt wehen den ganzen Tag lang alle Flaggen auf Halbmast. Im Besuchereingang des Rathauses soll zwischen 10 und 15 Uhr ein Kondolenzbuch ausliegen, in dem Bürger ihr Beileid bekunden können.

Angriff am Nachmittag

Am Freitagnachmittag war in der belebten Innenstadt ein Lkw in eine Menschenmenge gefahren und anschließend in einem Kaufhaus zum Stehen gekommen. Der Lieferwagen einer Brauerei war kurz zuvor gestohlen worden.

Nach offiziellen Angaben wurden bei der Tat vier Menschen getötet und 15 verletzt. Sechs konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, neun müssen noch aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen behandelt werden.

Mit Informationen von Norbert Hansen, ARD-Studio Stockholm

Stockholm nach dem Anschlag
N. Hansen, ARD Stockholm
08.04.2017 13:36 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 07. April 2017 um 01:30 Uhr.

Darstellung: