Militärparade in Wolgograd | Bildquelle: AFP

70 Jahre nach Kapitulation der Wehrmacht Russland erinnert an den Sieg von Stalingrad

Stand: 02.02.2013 10:36 Uhr

70 Jahre nach dem Ende der Schlacht von Stalingrad hat das heutige Wolgograd mit einer Militärparade in historischen Uniformen der Hunderttausenden Opfer gedacht. Vor etwa 20.000 Zuschauern und zahlreichen Veteranen marschierten 650 Soldaten im Zentrum der Wolgastadt auf, die sich zum Jahrestag für einen Tag offiziell wieder Stalingrad nannte. Mit dabei war auch ein legendärer Weltkriegs-Panzer des sowjetischen Typs T-34.

"Ehre sei Stalingrad, Ehre den Veteranen", rief Vizeregierungschef Dimitri Rogosin. Zuvor hatten Delegationen aus Dutzenden Ländern Kränze und Blumen an der Ewigen Flamme niedergelegt. Präsident Wladimir Putin will im Laufe des Tages ebenfalls am Gedenken teilnehmen.

Ein massives Polizeiaufgebot sicherte die Stadt. Spezialeinheiten in Tarnuniform sowie Dutzende Metallrahmen sicherten alle Gedenkstätten.

"Keiner ist vergessen"

Auch andere russische Städte erinnerten mit Veranstaltungen an den historischen Tag. Auf dem Soldatenfriedhof Rossoschka rund 40 Kilometer nordwestlich von Wolgograd legte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Kranz nieder. Dort sind etwa 56.000 deutsche Soldaten begraben, von weiteren mehr als 55.000 Wehrmacht-Toten sind nur die Namen eingraviert.

"Niemand weiß, wo sie liegen. Aber ihre Namen sollen zeigen: Keiner ist vergessen", sagte Volksbund-Präsident Reinhard Führer bei der Zeremonie am Vorabend.

Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs

Die Reste der deutschen 6. Armee hatten am 2. Februar 1943 in Stalingrad vor den sowjetischen Truppen kapituliert. Der Sieg der Roten Armee gilt als ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. In der monatelangen Schlacht fielen mindestens 700.000 Soldaten. Zuvor hatten die deutschen Invasoren die Stadt erobert, sie galt als Symbol für den geplanten Sieg über die Sowjetunion.

Die Nazis führten in Osteuropa nicht nur einen militärischen, sondern auch einen ideologischen Krieg, bei dem es um die Vernichtung der Sowjetunion und die Eroberung von "Lebensraum" ging.

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