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Neuer Weltrekord
Sprung vom äußeren Rand der Erdkugel geglückt
Er hat es geschafft: Dem Österreicher Felix Baumgartner ist der waghalsige Rekordsprung aus rund 39 Kilometern Höhe geglückt. Er landete nach rund fünf Minuten freien Fall sicher und offenbar gesund auf der Erde. Nach der Landung riss Baumgartner die Arme in Siegerpose in die Höhe.
Im Kontrollzentrum in Roswell im US-Staat New Mexico brach lauter Jubel aus. Die Organisatoren gingen davon aus, dass Baumgartner wie geplant die Schallmauer durchbrechen konnte. Eine Bestätigung ist aber erst nach einer Analyse der Messwerte möglich.
Zuvor war er mit seinem Heliumballon in die Stratosphäre aufgestiegen. "Jetzt wird's ernst, Felix", sagte Baumgartners Mentor, Joe Kittinger, über Funk, als er mit ihm die Checkliste zur Vorbereitung des Sprungs durchging.
Baumgartner hob die Hand zum Gruß und stieß sich ab
Wenige Minuten später war es soweit. Baumgartner hob die Hand zum Gruß kurz an den Kopf und stieß sich von der Kapsel ab. Gut zweieinhalb Stunden zuvor war Baumgartner um 9.31 Uhr (Ortszeit, 17.31 Uhr MESZ) in einer Spezialkapsel an einem Heliumballon bis zur Stratosphäre aufgestiegen. Anvisiert war eine Höhe von 36.600 Metern. Nach zwei Stunden und zwölf Minuten war dieser Punkt erreicht.
Bis der "furchtlose Felix", wie er auch gerufen wird, sich schließlich aus der Kapsel stürzte, stieg der Ballon noch auf rund 39 Kilometer. Kein Mensch zuvor stieg jemals mit einem Ballon in eine solche Höhe.
Die technischen Daten müssen noch ausgewertet werden
Die technischen Daten müssen noch ausgewertet werden. Nach Plan hätte er nach einer halben Minute in einer Höhe von 30.480 Metern Schallgeschwindigkeit von 308 Metern pro Sekunde erreichen sollen. Baumgartner zog die Leine des Fallschirms überdies früher als geplant. Somit war der freie Fall kürzer als erwartet.
Baumgartner riskierte sein Leben. Er musste in einem perfekten Winkel aus der Kapsel abspringen und hatte dabei nur sehr geringen Spielraum. Wenn er sich überschlagen hätte oder ins Trudeln gekommen wäre, hätten ihm schwerste Gesundheitsschäden wie Erblindung und sogar tödliche Verletzungen gedroht. Er war geschützt durch einen Druckanzug, einen Helm und drei Fallschirme.
Ärzte, Ingenieure und weitere Helfer aus Baumgartners Team, das vom Hersteller des Energy-Drinks Red Bull gesponsert wird, hatten die Risiken fünf Jahre lang analysiert. Baumgartners ursprünglich für vergangenen Montag geplanter Rekordversuch war zuvor drei Mal wegen zu starker Winde verschoben worden. Bisher hielt Kittinger den Rekord für den höchsten Absprung. Der US-Amerikaner war 1960 aus 31 Kilometern Höhe in die Tiefe gestürzt, hatte aber mit einem Tempo von 988 Stundenkilometern die Schallgeschwindigkeit verfehlt.
Stand: 14.10.2012 21:55 Uhr
