Rettungskräfte untersuchen an der Unglücksstelle den umgekippten Reisebus. | Bildquelle: dpa

Reise von "Erasmus"-Studenten 13 Tote bei Busunglück in Spanien

Stand: 20.03.2016 15:32 Uhr

Bei einem Busunfall im Nordosten Spaniens sind 13 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 30 schwer verletzt worden. Bei den meisten Fahrgästen handelte es sich um ausländische Studenten des europäischen Austauschprogramms "Erasmus". Darunter befanden sich auch Deutsche.

Bei einem schweren Unfall auf einer Autobahn im Nordosten Spaniens sind 13 Menschen ums Leben gekommen. Am Morgen hatten Behörden noch von 14 Todesopfern gesprochen. An Bord befanden sich mehr als 50 Studenten aus verschiedenen Ländern, teilten katalanische Behörden mit. Sie hatten an dem europäischen Austauschprogramm "Erasmus" teilgenommen. Die meisten Studenten seien an zwei Universitäten in Barcelona eingeschrieben, hieß es weiter von einem Sprecher der katalanischen Regionalregierung.

Bei dem Unglück seien zudem 30 Menschen schwer und 13 leicht verletzt worden, sagte der katalanische Innenminister Jordi Jané an der Unfallstelle auf einer Autobahn nahe des Ortes Tarragona. Die Studenten stammen der katalonischen Regionalregierung zufolge aus 19 Ländern - auch Deutsche hätten zu der Reisegruppe gehört.

Offenbar menschliches Versagen als Ursache

Die Gruppe hatte sich in der Nacht zu Sonntag auf dem Rückweg von einem Volksfest in Valencia befunden. Der Bus mit insgesamt 57 Insassen fuhr am Ende einer Kolonne aus fünf Fahrzeugen, die der Veranstalter der Exkursion gemietet hatte. Wie es dann genau zu dem Unglück kommen konnte, müsse noch herausgefunden werden, sagte Jané weiter. Es deute aber alles darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache gewesen sei. Die Straßenverhältnisse seien zum Zeitpunkt des Unfalls gut gewesen.

Der Innenminister beschrieb den Unfallhergang wie folgt: Der Bus sei an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe das Lenkrad herumgerissen, wodurch der Bus auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit einem anderen Auto zusammenstieß. Zwei Insassen aus diesem Wagen seien ebenfalls verletzt worden. Der Busfahrer erlitt leichte Verletzungen. Bei ihm wurde ein Alkohol- und Drogentest durchgeführt - allerdings ohne Befund, teilte die Justizbehörde in Barcelona mit.

Der Bürgermeister eines nahegelegenen Dorfes sagte im Radio, an dieser Stelle der Autobahn seien bereits mehrfach Unfälle passiert.

Das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia sprach den Angehörigen der Unfallopfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. März 2016 um 13:15 Uhr.

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