Mohamed Houli Chemlal  | Bildquelle: AFP

Attentate in Spanien Verdächtiger gesteht größeren Anschlagsplan

Stand: 22.08.2017 18:39 Uhr

Einer der spanischen Terrorverdächtigen hat bei einer Vernehmung offenbar gestanden, einen größeren Anschlag in Barcelona geplant zu haben. Das berichten spanische Medien. Ziel könnte eine Sehenswürdigkeit gewesen sein.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Der Verdächtige Mohamed Houli Chemlal soll das zugegeben haben, wovon die Behörden schon seit dem Wochenende ausgehen: Pläne für einen großen Anschlag oder gleich mehrere im Zentrum von Barcelona. Genauer gesagt: auf Sehenswürdigkeiten.

Die spanische Zeitung "El Mundo" will erfahren haben, dass die berühmte Kathedrale Sagrada Familia ein Ziel sein sollte. Darüber spekulieren spanische Medien seit Tagen. Die Sagrada Familia ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Stadt, zu der täglich Tausende Besucher kommen.

Terrorzelle in Alcanar versuchte, Sprengstoff herzustellen

Der Richter am Staatsgerichtshof in Madrid verhörte Chemlal heute als ersten der vier Festgenommenen. Dessen Aussage dauerte etwas mehr als eine Stunde. Darin erklärte er auch, dass die Terrorzelle in Alcanar im Süden Kataloniens versucht hatte, Sprengstoff herzustellen. Und zwar in dem Haus, das in der Nacht vor dem Anschlag von Barcelona explodierte. Chemlal wurde dabei verletzt, zwei weitere Mitglieder der Terrorzelle getötet, ebenso ein Iman, der die Gruppe radikalisiert haben soll.

Bei den Anschlägen von Barcelona und Cambrils waren am vergangenen Donnerstag und Freitag 15 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Von den zwölf mutmaßlichen Mitgliedern der Terrorzelle leben nur noch vier.

Terrorverdächtiger gesteht größere Anschlagspläne in Barcelona
Oliver Neuroth, ARD Madrid
22.08.2017 18:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. August 2017 um 18:17 Uhr.

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