Demonstration in Barcelona | Bildquelle: AP

Kundgebung in Barcelona Der Tag der Unabhängigkeitsgegner

Stand: 08.10.2017 16:16 Uhr

In den Straßen Barcelonas wurden heute katalanische, aber vor allem spanische Fahnen geschwenkt. Hunderttausende Menschen protestierten gegen die mögliche Abspaltung Kataloniens von Spanien. Starke Worte fand ein Nobelpreisträger.

In Barcelona haben Hunderttausende Menschen für ein vereinigtes Spanien demonstriert. Die städtische Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer am Nachmittag auf etwa 350.000. Die Veranstalter sprachen sogar von bis zu 950.000 Teilnehmern. Mit Zügen und Bussen waren auch aus anderen Landesteilen Menschen nach Barcelona gekommen.

Viele Menschen trugen spanische und katalanische Fahnen. Auch EU-Fahnen waren zu sehen. Auf Bannern stand "Katalonien ist Spanien" und "Gemeinsam sind wir stärker". Einige Teilnehmer forderten lautstark die Festnahme von Regionalpräsident Carles Puigdemont.

Hunderttausende demonstrieren in Barcelona gegen eine Abspaltung Kataloniens
tagesschau 17:15 Uhr, 08.10.2017, Jan-Peter Bartels, ARD Madrid

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Kritik an der "Unabhängigkeitsverschwörung"

An der Demonstration beteiligte sich auch Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa, der sowohl die peruanische als auch spanische Staatsangehörigkeit besitzt. In seiner Rede sagte er, die spanische Demokratie werde jeder "Unabhängigkeitsverschwörung" standhalten. "Spanien und Katalonien sind seit fünf Jahrhunderten vereint, nichts und niemand kann uns trennen."

Zu der Kundgebung hat die Organisation Katalanische Zivilgesellschaft aufgerufen, die den Unabhängigkeitsbestrebungen sehr kritisch gegenüber steht. Auch die in Madrid regierende Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie deren parlamentarische Verbündete Ciudadanos unterstützen die Kundgebung.

Demonstration in Barcelona | Bildquelle: REUTERS
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Demonstranten tragen eine große Spanien-Fahne durch Barcelona.

"Lasst uns reden"

Bereits gestern hatten in etwa 50 spanischen Städten Menschen für eine friedliche Lösung des Katalonien-Konfliktes geworben. In Barcelona riefen Demonstranten auf katalanisch "Lasst uns reden". Viele kritisierten, dass die politische Führung keine diplomatische Lösung gefunden hat.

Rajoy bleibt unnachgiebig

Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy | Bildquelle: AFP
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Rajoy droht mit dem Entzug der Teilautonomie.

Ministerpräsident Rajoy gab derweil der "El País" das erste Zeitungsinterview seit dem Unabhängigkeitsreferendum. Er machte deutlich: "Die Regierung wird sicherstellen, dass jede Unabhängigkeitserklärung zu nichts führen wird." Rajoy schloss nicht aus, Katalonien die Teilautonomie zu entziehen, sollte die politische Führung in der Region ihre Drohung zur Unabhängigkeitserklärung nicht zurücknehmen. "Aber ich muss die Dinge zur rechten Zeit machen", fügte Rajoy hinzu.

Er sprach sich dafür aus, dass "die Drohung zur Unabhängigkeitserklärung so schnell wie möglich zurückgezogen wird". Solange die Krise nicht beendet sei, würden die 4000 zusätzlichen Polizisten in Katalonien bleiben, sagte Rajoy. Eine Vermittlung in dem Konflikt lehnte er ebenso ab wie die Abhaltung von Neuwahlen.

Rajoy wird dafür kritisiert, dass er einen Polizeieinsatz gegen die Abstimmung befürwortete. Am Tag des Referendums schlossen Polizisten Wahllokale, beschlagnahmten Abstimmungsunterlagen und gingen teils mit Gewalt gegen Wähler vor. Durch den Einsatz von Schlagstöcken und Gummigeschossen wurden Hunderte Menschen verletzt.

Unabhängigkeitserklärung am Dienstag?

Bei dem Unabhängigkeitsreferendum hatten nach Angaben der katalanischen Regionalregierung 90 Prozent der Teilnehmer für eine Abspaltung von Spanien gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 42 Prozent.

Bereits am Dienstag könnte das Regionalparlament die Unabhängigkeit ausrufen. Eine für Montag geplante Parlamentssitzung hatte das spanische Verfassungsgericht zwar verboten, um die Proklamation der Unabhängigkeit zu verhindern. Regionalpräsident Puigdemont will aber dennoch vor das Parlament treten. Allerdings verschob er seine Rede um einen Tag.

Demonstranten fordern Dialog über Katalonien
tagesschau24, 09:00 Uhr, 08.10.2017, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Oktober 2017 um 12:00 Uhr.

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