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Raumschiffe zum Schnäppchenpreis schon für umgerechnet rund 20 Millionen Euro: Die NASA hat den Preis für ihre alten Shuttles herabgesetzt. Fliegen dürfen die neuen Besitzer allerdings nicht mehr mit "Atlantis", "Endeavour" und "Discovery".
Von Sabine Müller, HR-Hörfunkkorrespondentin Washington
Für Raumfahrt-Freaks ist der Ausverkauf bei der NASA schon seit Monaten eins der Top-Diskussionsthemen im Internet. Die Raumfähren "Atlantis" und "Endeavour" warten auf neue Besitzer. Bei der "Discovery" ist schon klar, dass sie ins Raumfahrtmuseum in Washington geht.
Die NASA hatte den Verkaufspreis zuletzt drastisch gesenkt: von 42 Millionen Dollar auf 28,8 Millionen. Zum einen, um mehr Interessenten anzulocken, zum anderen, weil sie eine faire Preispolitik machen wollte, wie sie sagt. Denn selbst wenn die Shuttles nicht verkauft würden, müsste die NASA sie ordentlich außer Betrieb nehmen und stilllegen. Dazu gehört auch, alle giftigen Stoffe zu entfernen. Die Kosten dafür sollen nicht den Käufern aufgebrummt werden.
Übrigens kann nicht jeder, der das nötige Kleingeld hat, auch ein Angebot für die Shuttles abgeben. Das dürfen nur US-Bürger und US-Institutionen. Die NASA will sicherstellen, dass dieses Stück amerikanischer Geschichte nicht in ausländische Hände gerät.
[Bildunterschrift: Die Raumfähre "Atlantis" huckepack auf dem Trägerflugzeug. ]
Den letzten Shuttle-Start wird es im Herbst geben, die Auslieferung an die Käufer der Raumfähren ist für Ende 2011 geplant. Im Bieterprozess gab es viele sehr konkrete Fragen von Interessenten. Zum Beispiel, ob man das Shuttle auseinanderbauen könnte, um es per Lastwagen an den neuen Heimatort bringen. Nein, antwortete die NASA, die Shuttles müssen wie immer auf dem Rücken eines speziellen Shuttle-Trägerflugzeugs transportiert werden.
Und auch wer gehofft hatte, mehr als ein Museumsstück zu erwerben, wurde enttäuscht. Der Haken an der Sache sei, dass die Shuttles geparkt bleiben müssen, notierten US-Medien. Und die NASA erklärte, sie verkaufe an niemanden, der mit diesen Shuttles Raumflüge vorhabe.
Ihre bevorzugte Zielgruppe sind Museen und Schulen. Nach letztem bekannten Stand gibt es mindestens 20 Interessenten, unter anderem ein Luftfahrt-Museum im Bundesstaat Oregon, das sogar schon eine Halle für das Shuttle gebaut hat. Die Entscheidung, wer den Zuschlag bekommt, will die NASA frühestens im Sommer bekannt geben.
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