Mond verdeckt im August 2017 die Sonne | Bildquelle: dpa

Pläne der UdSSR Parteiauftrag: Den Mond bombardieren

Stand: 10.10.2017 16:56 Uhr

Einfach mal eine Atombombe auf dem Mond zünden - an dieser Idee arbeitete die Sowjetunion im Kalten Krieg. Neue Dokumente zeigen: Die UdSSR wollte so den USA ihre militärischen Möglichkeiten demonstrieren. Dann aber kamen Zweifel an dem Vorhaben auf.

Die Sowjetunion hat Geheimpapieren zufolge die Zündung einer Atombombe auf dem Mond in Auftrag gegeben. Die Sowjetführung habe bei einer Sitzung 1958 beschlossen, Pläne dafür zu entwickeln, sagte der Historiker Matthias Uhl. Uhl, der am Deutschen Historischen Institut in Moskau arbeitet, hatte die Akten vor einiger Zeit im russischen Staatsarchiv entdeckt und nun veröffentlicht. 

Die Pläne aus dem engsten Führungskreis sahen ihm zufolge vor, eine Rakete mit einer Bombe zu bestücken, die eine Sprengkraft ähnlich der Hiroshima-Bombe hatte. Die Zündung sollte als Machtdemonstration im Kalten Krieg dienen.

Sowjetische Naturwissenschaftler hätten jedoch davor gewarnt, dass es beim Raketenstart zur Explosion der Bombe und nicht kalkulierbaren Folgen kommen könnte. Deshalb wurde das Vorhaben einige Monate später wieder aufgegeben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. Oktober 2017 um 11:00 Uhr.

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