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Einsatz des französischen Militärs
Geiselbefreiung in Somalia gescheitert - viele Tote
In Somalia ist der Versuch gescheitert, eine Geisel durch das französische Militär gewaltsam zu befreien. Dabei kam nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris mindestens ein französischer Soldat ums Leben. Ein weiterer Soldat werde vermisst. Außerdem wurden bei dem Einsatz der Eliteeinheit DGSE in der Ortschaft Bulomarer 17 Kämpfer der islamistischen Al-Schabaab-Miliz getötet.
Über das Schicksal der Geisel, eines französischen Geheimdienstagenten, gibt es widersprüchliche Angaben. Während die Miliz erklärte, der 2009 verschleppte Denis Allex sei noch am Leben, befürchtet der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian, dass der Agent bei dem Einsatz umgekommen sein könnte. "Es gab sehr heftige Gefechte, während derer - und ich sage das mit aller Vorsicht - alles darauf hindeutet, dass leider Denis Allex von seinen Kidnappern getötet wurde."
Nach Angaben der Rebellen wurde Allex an einen sicheren Ort gebracht. Die Al-Schabaab werde binnen zwei Tagen über sein weiteres Schicksal entscheiden. Die Rebellen hätten bei dem rund 45-minütigen Gefecht einen verletzten französischen Soldaten in ihre Gewalt gebracht.
Gemeinsam mit Kollege 2009 verschleppt
Denis Allex, womöglich ein Deckname, war am 14. Juli 2009 gemeinsam mit einem Kollegen entführt worden. Dem Kollegen gelang später die Flucht. Offiziellen Angaben zufolge waren die beiden Männer an der Ausbildung der somalischen Polizei und der Präsidentengarde beteiligt.
Die Al-Schabaab-Miliz hat in der Vergangenheit in Somalia zahlreiche Anschläge verübt. Sie versucht seit Jahren, im Süden des Landes einen islamischen Staat zu errichten und bekämpft die Regierung in Mogadischu.
Stand: 12.01.2013 16:07 Uhr
