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Hilda Solis kündigt Rückzug vom Amt an
Auch Obamas Arbeitsministerin will nicht mehr
US-Präsident Barack Obama muss in seiner zweiten Amtszeit auf ein weiteres langgedientes Kabinettsmitglied verzichten. Arbeitsministerin Hilda Solis will überraschend ihren Posten aufgeben - aus privaten Gründen, wie sie sagt.
Solis gehörte seit Februar 2009 als Arbeitsministerin Obamas Regierung an. Die 55-jährige Kalifornierin war die erste Frau mit lateinamerikanischen Wurzeln, die in den USA ein Ministeramt bekleidete. In einem Brief an ihre Mitarbeiter schrieb Solis US-Medien zufolge, dass ihr der Abschied sehr schwer falle. Sie habe sich aber über die Feiertage mit ihrer Familie beraten und entschlossen, "eine neue Zukunft" zu beginnen.
Solis hatte in der Regierung unter anderem die Arbeitsmarktpolitik des Weißen Hauses zu vertreten. Die drastische Zunahme der Arbeitslosigkeit hat Obama in seiner ersten Amtszeit zwar stoppen und den Trend umkehren können, aber mit fast acht Prozent ist die Quote für US-Verhältnisse weiterhin sehr hoch. Obama würdigte sie für ihren Einsatz für Familien der Mittelschicht während der Wirtschaftskrise: Die frühere Kongressabgeordnete habe mitgeholfen, Millionen Amerikanern wieder zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen.
Wechsel auf zahlreichen Posten
Der im November wiedergewählte Präsident muss in seiner zweiten Amtszeit eine Reihe von Ministerposten neu besetzen. Als Nachfolger von Außenministerin Hillary Clinton präsentierte er den demokratischen Senator John Kerry, auf Verteidigungsminister Leon Panetta soll der frühere republikanische Senator Chuck Hagel folgen.
Noch in dieser Woche dürfte der Präsident seinen Stabschef Jack Lew als neuen Finanzminister vorstellen. Amtsinhaber Timothy Geithner hatte seinen Rückzug angekündigt.
Zu wenige Frauen im Kabinett?
Mit dem Abschied von Clinton und Solis verbleiben nur noch zwei Frauen in Obamas Kabinett: Heimatschutzministerin Janet Napolitano und Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius. Der Präsident wurde in den vergangenen Tagen kritisiert, zu wenige Frauen und Angehörige von Minderheiten in seine Führungsmannschaft zu berufen.
Regierungssprecher Jay Carney wies die Vorwürfe zurück: Frauen seien in den hohen Positionen des Stabs "gut repräsentiert". Man solle mit einem endgültigen Urteil warten, bis das gesamte Kabinett für die zweite Amtszeit stehe.
Stand: 10.01.2013 02:29 Uhr
