Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Die Pannenserie in der russischen Raumfahrt reißt nicht ab: Ein russischer Kommunikationssatellit stürzte nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau kurz nach dem Start wegen einer Panne an der Trägerrakete vom Typ Sojus ab.
Sieben Minuten nach dem Start des Satelliten sei ein Problem an der Trägerrakete aufgetreten, sagte ein Sprecher der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und kündigte eine Untersuchung der Ursache an. Russische Nachrichtenagenturen meldeten, es seien bereits Wrackteile des Kommunikationssatelliten in der zentralsibirischen Region Nowosibirsk gefunden worden.
Russland wollte den Meridian-Satelliten zur zivilen und militärischen Kommunikation vom militärischen Raumfahrtbahnhof Plessezk ins All schießen. Er sollte vor allem der Kommunikation von Schiffen und Flugzeugen in der Arktis dienen.
Das russische Raumfahrtprogramm musste in den vergangenen zwölf Monaten eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen. So verlor Russland drei Navigationssatelliten, einen Militärsatelliten und einen Telekommunikationssatelliten. Im August stürzte eine Sojus-Rakete mit dem Versorgungsraumschiff Progress ab.
Die bemannten Flüge zur Internationalen Raumstation ISS mussten daraufhin zwei Monate lang ausgesetzt werden. Russland ist seit dem Ende des US-Shuttle-Programms im Juli das einzige Land, das bemannte Raumflüge umsetzen kann.
[Bildunterschrift: Das russische Raumschiff dockt an der ISS an. ]
Ohne Probleme verlief hingegen die Ankunft eines russischen Raumschiffs mit drei Astronauten an Bord an der internationalen Raumstation ISS. Das Raumschiff Sojus TMA-03M mit dem Russen Oleg Kononenko, dem Amerikaner Don Pettit und dem Niederländer Andre Kuipers war am Mittwoch vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. Mit der Ankunft der drei Männer hat die ISS-Stammbesetzung wieder ihre Soll-Stärke von sechs Mitgliedern erreicht. Die Männer sollen bis Mai im All bleiben. In dieser Zeit ist mindestens ein Außeneinsatz geplant.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW