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Luft in Chinas Hauptstadt gefährlicher denn je
Smog-Rekord in Peking
Die Smogbelastung in der chinesischen Hauptstadt Peking nimmt immer drastischere Ausmaße an. Die chinesischen Behörden rieten den 20 Millionen Pekingern, so wenig wie nötig vor die Tür zu gehen. Kranke oder Kinder sollten die Häuser gar nicht verlassen. Fabriken sollten den Ausstoß von Schadstoffen reduzieren.
Trotz des Alarms und der höchsten Verschmutzungsstufe Sechs gab es aber keine verpflichtenden Anweisungen für einen Produktionsstopp in Unternehmen, Fahrverbote für Autos oder andere Verbote, sondern nur Warnungen und gut gemeinte Empfehlungen.
Peking leidet unter rekordhafter Luftverschmutzung
tagesschau 20:00 Uhr, 13.01.2013, Christine Adelhardt, ARD Peking
Behörden sehen Nebel als Ursache
Die Metropole und andere Städte in Nordchina werden seit drei Tagen von starkem Smog heimgesucht, der weit über die sonst schon schwere Luftverschmutzung hinausgeht. Der Schadstoffindex der amerikanischen Botschaft in Peking für den besonders gesundheitsgefährdenden Feinstaub kletterte über die Rekordmarke von 600. Früher endete die Skala der US-Botschaft immer bei 500. Nur unter 50 gilt die Luft als "gut", über 300 bereits als "gefährlich".
Am Samstagnachmittag (Ortszeit) wurde sogar ein Spitzenwert von 699 erreicht. Ein Pekinger, der den Schadstoffindex seit vielen Jahren verfolgt, sagte: "Das habe ich noch nie erlebt." Behörden sahen Nebel als eine Ursache für die Ansammlung von Schadstoffen.
Ärzte warnen vor Krankheiten, Besserung in Sicht
Ärzte warnten davor, dass die extrem hohen Schadstoffkonzentrationen Schlaganfälle, Herzerkrankungen, Atemwegsleiden, Geburtsschäden oder Krebs auslösen können. Viele Bewohner der Metropole versuchen, sich mit einem Mundschutz gegen die Schadstoffe zu schützen.
Anfang nächster Woche könnte das Wetter die Schadstoffe fortwehen, teilten die Behörden mit.
Stand: 12.01.2013 13:13 Uhr
