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29.05.2012

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Attentat auf syrischen General in Damaskus
Gewalt in Syrien dauert unvermindert an

Attentat auf syrischen General in Damaskus

Im Damaskus ist offenbar ein General der syrischen Armee gezielt getötet worden. Nach Darstellung der offiziellen Nachrichtenagentur SANA lauerten Bewaffnete dem Militärarzt auf und erschossen ihn. Derweil bekämpften sich auch im Libanon Assad-Gegner und Anhänger. In Tripoli soll es Tote und Verletzte gegeben haben.

Von Björn Blaschke, ARD-Hörfunkstudio Kairo

Ein von der syrischen Nachrichtenagentur SANA herausgegebenes Porträt von Brigadegeneral Issa al Kholi (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Brigadegeneral Issa al Kholi wurde vor seinem Haus erschossen (Quelle: SANA, Archiv) ]
Drei Bewaffnete sollen ihn erwartet haben. Als Brigadegeneral Issa al Kholi aus seinem Haus in Damaskus trat, erschossen sie ihn. So stellt zumindest die syrische Nachrichtenagentur SANA den Mord an dem Offizier dar. Al Kholi war Arzt und Direktor eines Militärkrankenhauses. Mit diesem Attentat - so spekulieren manche Medien - habe die Gewalt die streng kontrollierte und bislang relativ ruhige Hauptstadt Syriens erreicht.

Zwar waren in den vergangenen Monaten Sprengstoffattentate in Damaskus verübt worden, aber der Anschlag auf den Militärarzt galt nun erstmals gezielt einem Systemvertreter.

Homs weiter unter Beschuss

Derweil sollen nach Informationen aus Oppositionskreisen Einheiten der syrischen Sicherheitskräfte ihre Angriffe auf Homs verstärkt haben. Die Stadt sei noch stärker unter Feuer als in den zurückliegenden sechs Tagen, an denen rund 400 Menschen in Homs getötet worden sein sollen.

Auch aus Al Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze werden Kämpfe gemeldet. Dorthin sollen Aktivisten und Deserteure aus der Provinz Homs geflohen sein.

Audio: Kämpfe erreichen Damaskus

AudioBjörn Blaschke, ARD-Hörfunkstudio Kairo 11.02.2012 21:53 | 2'11
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Tote und Verletzte auch im Libanon?

In Libanon selbst ist es ebenfalls zu Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern der syrischen Regierung gekommen, bei denen es Tote und Verletzte gegeben haben soll. Wie es heißt, seien in der nordlibanesischen Stadt Tripoli Sunniten und Alawiten aneinandergeraten - also genau die Religionsgruppen, die in gewisser Weise auch den Konflikt in Syrien dominieren. Denn der syrische Präsident Baschar al Assad und seine engsten Vertrauten sind Alawiten. Ein großer Teil der Menschen, die sich gegen das Assad-Regime auflehnen, sind Sunniten.

Ein Einschussloch in einer Hauswand in der Tripoli, Libanon. (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Auch im Nachbarland Libanon soll es Kämpfe gegeben haben - ein Einschussloch in einer Hauswand.]
Ein Kämpfer einer sunnitischen Miliz deutet auf einen Punkt, an dem in der libanesischen Stadt Tripoli eine Mörsergranate einschlug. (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ein Kämpfer einer sunnitischen Miliz deutet auf einen Punkt, an dem eine Granate einschlug.]
 

Nach Angaben der staatlich syrischen Nachrichtenagentur hat das Innenministerium in Damaskus angekündigt, dass "terroristische Akte" die Behörden nicht davon abhalten könnten, ihre Pflicht zu erfüllen. Also für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, die Wurzeln des Terrorismus auszureißen und jeden Kriminellen, der es wagt, die Sicherheit des Landes und seiner Bürger anzugreifen, zu verfolgen.

Die Ankündigung folgte auf den Doppelanschlag, dem gestern in Aleppo mindestens 28 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen. Während die staatlichen Medien "bewaffnete Banden" für die Explosionen verantwortlich machen, beschuldigte die Opposition das Regime von Präsident Assad, hinter der Tat zu stecken.

Stand: 11.02.2012 22:18 Uhr
 

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