SIPRI-Bericht: China exportiert immer mehr Waffen

Figur mit Waffe bei der Internationalen Luftshow in Zhuhai, China. (Bildquelle: picture alliance / dpa)

SIPRI-Bericht zu weltweiten Waffenexporten

Große Nachfrage nach Rüstung "made in China"

China ist auf Platz fünf der weltgrößten Waffenexporteure gerückt. Wie aus dem neuen Bericht des Friedensforschungsinstituts SIPRI in Stockholm hervorgeht, hat das Land zwischen 2008 und 2012 seine Ausfuhren im Vergleich zur vorangegangenen Fünfjahresperiode mehr als verdoppelt. Zuvor hatte China auf Platz acht gelegen.

Hintergrund des massiven Anstiegs bei den Ausfuhren seien vor allem "gewaltige Bestellungen aus Pakistan", das laut dem Institut zusammen mit Südkorea weltweit der drittgrößte Waffenimporteur ist. Größter Waffenimporteuer bleibt Indien, gefolgt von China.

Mit dem Aufstieg Chinas gibt es zum ersten Mal seit 20 Jahren einen Wechsel in der Zusammensetzung der Top 5 der weltweiten Waffenhändler, so das Institut. Der Abstand zu den weltweit größten Waffenexporteuren sei allerdings weiter deutlich. Klar dominiert werde der Weltmarkt von den USA mit 30 Prozent Anteil, gefolgt von Russland (26 Prozent) und Deutschland (sieben Prozent). Auf Platz vier der Rangliste wird Frankreich (sechs Prozent) geführt, es folgen China (fünf Prozent) und Großbritannien.

Immer mehr Militärexporte aus China
T. Krohn, ARD Stockholm
18.03.2013 09:26 Uhr

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Deutschlands größter Abnehmer: Griechenland

Mehr als ein Drittel der deutschen Waffenexporte gingen demnach zwischen 2008 und 2012 nach Europa. Größte Abnehmer waren hier Griechenland und Spanien. Knapp ein weiteres Drittel der Exporte ging nach Asien und in den pazifischen Raum, 14 Prozent in den Nahen Osten. Die deutschen Ausfuhren gingen gegenüber den vorausgegangenen Jahren um acht Prozent zurück.

China verdoppelt laut SIPRI-Bericht Waffenexporte
tagesschau24 14:30 Uhr, 18.03.2013, Clas Oliver Richter, ARD Stockholm

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Insgesamt nahm der Waffenhandel weltweit um 17 Prozent zu. Die regionale Verteilung änderte sich: Die europäischen Länder führten im Gefolge von Sparprogrammen 20 Prozent weniger Rüstungsgüter ein. Im asiatischen Raum, inklusive Australien, landeten 47 Prozent aller importierten Waffensysteme.

Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI)

Anlässlich einer 150-jährigen Friedensperiode in Schweden wurde 1966 die Forschungseinrichtung SIPRI gegründet. Diese widmet sich seitdem der Friedens- und Konfliktforschung mit den Schwerpunkten Abrüstung und Rüstungskontrolle. Einen Großteil der Finanzierung übernimmt der schwedische Staat. Seit 1969 veröffentlicht SIPRI mit seinem international besetzten Mitarbeiterstab Forschungsberichte.

Stand: 18.03.2013 01:44 Uhr

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