Karte Ägypten Sinai-Halbinsel

Ägypten Viele Tote bei Gefechten auf dem Sinai

Stand: 07.07.2017 14:19 Uhr

Auf der Halbinsel Sinai sind bei Gefechten mindestens zehn Sicherheitskräfte getötet worden - auch 40 Extremisten sollen ums Leben gekommen sein. Als wahrscheinliche Täter gelten Anhänger eines IS-Ablegers.

Bei einer Serie von Angriffen und nachfolgenden Gefechten zwischen Extremisten und Soldaten sind auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel zahlreiche Menschen getötet worden. Wie das ägyptische Militär mitteilte, wurden bei den Gefechten im Norden der Halbinsel mindestens zehn Sicherheitskräfte getötet und mindestens 20 verletzt. Auch 40 Angreifer seien getötet worden. Zu den Toten zähle ein ranghoher Spezialkräfte-Offizier.

Ziel der Angriffe waren nach Militärangaben mehrere Kontrollposten der Armee südlich der an den Gazastreifen grenzenden Stadt Rafah. Dabei hätten die Angreifer auch Autobomben eingesetzt. Die Region ist Hochburg des ägyptischen Ablegers der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat"(IS).

Extremisten bekämpfen seit Jahren Sicherheitskräfte

Für den Angriff übernahm zunächst keine Gruppe die Verantwortung. Ägypten kämpft seit einigen Jahren gegen einen verstärkten Aufstand im Nordsinai, der vor allem auf Extremisten eines Ablegers des IS zurückzuführen ist.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 haben Dschihadisten in Ägypten Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Die meisten Angriffe gab es auf der Sinai-Halbinsel, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Juli 2017 um 14:45 Uhr.

Darstellung: