Simbabwe Präsident Emmerson Mnangagwa | Bildquelle: AFP

Präsidentenwahl in Simbabwe Staatschef Mnangagwa zum Sieger erklärt

Stand: 03.08.2018 01:12 Uhr

Bei der ersten Präsidentenwahl nach der Ära Mugabe in Simbabwe hat sich Amtsinhaber Mnangagwa nach Angaben der Wahlkommission durchgesetzt. Die Oppositionspartei erklärte, sie würde das Ergebnis nicht anerkennen.

Der alte Staatschef ist der neue Staatschef: Bei der Präsidentenwahl in Simbabwe hat Amtsinhaber Emmerson Mnangagwa gewonnen. Er habe 50,8 Prozent der Stimmen erhalten, auf Oppositionsführer Nelson Chamisa entfielen 44,3 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlkommission mit.

Die Parlaments- und Präsidentenwahlen fanden bereits am Montag statt. Gegen das offizielle Ergebnis der Parlamentswahl, demzufolge die regierende Partei Zanu-PF von Präsident Mnangagwa die Zwei-Drittel-Mehrheit erhielt und damit die Verfassung ändern kann, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Dabei starben mindestens sechs Menschen.

Anhänger der Opposition sind in Harare mit Gewehren zu sehen. | Bildquelle: AP
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Oppositionsanhänger protestierten gegen den Wahlsieg der Zanu-PF bei den Parlamentswahlen in Simbabwe. Diese waren der Präsidentenwahl vorausgegangen.

Zweifel an der Unabhängigkeit der Wahlkommission

Chamisa warf der Regierungspartei Wahlbetrug vor. Seine Partei erklärte noch vor Verkündung des Ergebnisses, dass sie das Wahlergebnis nicht anerkenne. Zweifel an der Unabhängigkeit der Wahlkommission äußerten auch EU-Wahlbeobachter. Die Wahlen waren die ersten seit der Entmachtung des langjährigen Herrschers Robert Mugabe durch das Militär.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. August 2018 um 02:06 Uhr.

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