Robert Mugabe | Bildquelle: AFP

Ultimatum in Simbabwe Mugabe soll bis Montag zurücktreten

Stand: 19.11.2017 15:12 Uhr

Die Regierungspartei Simbabwes hat den langjährigen Machthaber Mugabe als Parteivorsitzenden abgesetzt. Nachfolger soll der ehemalige Vizepräsident Mnangagwa werden. Zudem stellte die Partei ein Ultimatum: Bis Montagmittag soll Mugabe vom Präsidentenamt zurücktreten.

Die simbabwische Regierungspartei ZANU-PF hat Staatschef Robert Mugabe eine eintägige Frist zum Rücktritt vom Präsidentenamt gesetzt: Sollte der 93-Jährige nicht bis Montagmittag Ortszeit als Präsident zurücktreten, werde das Parlament ein Verfahren zur Amtsenthebung einleiten, erklärte Parteisprecher Simon Khaye Moyo in Harare.

Simbabwes Diktator Mugabe übergibt die Macht
tagesschau 20:00 Uhr, 19.11.2017, Thomas Denzel, ARD Johannesburg

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Aus Partei ausgeschlossen

Zuvor hatte ZANU-PF Mugabe als Parteichef abgesetzt und ihn sowie seine Frau Grace aus der Partei ausgeschlossen. Der bisherige Vizepräsident Emmerson Mnangagwa wurde zum Interimschef ernannt. Als die historische Entscheidung fiel, brach das Zentralkomitee der Partei in Jubelgesänge aus. Zudem erklärte ein Vertreter der Partei, Grace Mugabe und mehrere ihrer Unterstützer könnten strafrechtlich verfolgt werden. Was ihnen vorgeworfen wird, ist noch unklar.

Mit Mugabes Entmachtung als Parteichef kam das Führungsgremium der Partei der Forderung der meisten Regionalverbände nach, die eine Ablösung des langjährigen Parteiführers gefordert hatten. Auch der Jugendverband der Partei hatte sich am Wochenende gegen Mugabe gestellt.

Ära endet

Nach fast 40 Jahren Herrschaft endet damit - auch offiziell - die Ära Mugabes. Den faktischen Machtwechsel hatte das Militär bereits am Mittwoch eingeleitet, als es den 93-Jährigen entmachtet und unter Hausarrest gestellt hatte. Der Anlass des Putsches war, dass Mugabe den bisherigen Vizepräsidenten Mnangagwa entlassen hatte, um seine Frau Grace als Nachfolgerin im Präsidentenpalast zu positionieren. Dagegen hatte das Militär interveniert.

Emmerson Mnangagwa | Bildquelle: AFP
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Mnangagwa wurde zum neuen Parteichef bestimmt.

Mnangagwa als Nachfolger

Das Vorgehen der Armee fand viel Zustimmung bei den Simbabwern. Am Samstag demonstrierten Zehntausende Menschen in ausgelassener Stimmung in mehreren Städten, um Mugabe zum Rücktritt zu drängen.

Neuer Parteiführer und damit aussichtsreichster Kandidat auf das Präsidentenamt ist Mnangagwa. Er genießt starken Rückhalt im Militär und bei der einflussreichen Veteranenvereinigung.

Mit Informationen von Jan-Philippe Schlüter, ARD-Studio Johannesburg

Simbabwe Regierungspartei ZanuPF hat Präsident Mugabe als Parteichef abgesetzt
Jan-Philippe Schlüter, ARD Johannesburg
19.11.2017 13:55 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. November 2017 um 13:15 Uhr.

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