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Mit Glühwein und warmen Mützen haben Hunderttausende in Berlin das Jahr 2010 begrüßt. Um Punkt Mitternacht verwandelte ein Feuerwerk den Himmel über Deutschlands größter Silvesterparty in ein buntes Farbenmeer. Schon seit dem Mittag waren Feierfreudige auf der 2,2 Kilometer langen Meile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule durch den Schneematsch gestapft. Wegen des großen Andrangs war der Zugang zur Partymeile nur noch über den Großen sowie den Kleinen Stern möglich.
Das Fest, das in diesem Jahr unter dem Motto "Welcome 2010" stand, erlebte bereits seine 15. Auflage. Die ersten Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, flanierten schon am Mittag über die Festmeile auf der Straße des 17. Juni. Mehr als 200 Verkaufsstände sorgten dort für das leibliche Wohl, sechs Discozelte und ein Riesenrad für ausgelassene Stimmung. Höhepunkt ist das zehnminütige Feuerwerk um Mitternacht.
Auf dem New Yorker Times Square trüben derweile strenge Sicherheitsvorkehrungen den Silvesterspaß. Die Polizei sperrte Amerikas berühmteste Feiermeile weiträumig ab und ließ Passanten nur nach strenger Kontrolle ein. Rucksäcke waren ebenso verboten wir größere Getränkeflaschen.
Trotz der Einschränkungen und nasskalten Wetters warteten schon zwölf Stunden vor Mitternacht Tausende Touristen mit dicken Jacken und Mützen mit Ohrenwärmern auf die größte Silvesterparty der USA. Die traditionelle Feier auf dem berühmtesten Teil des New Yorker Broadways wird jedes Jahr von mehr als einer Million Gästen besucht.
In Venedig müssen sich die Einheimische und Gäste auf nasse Füsse einstellen. Kurz vor Mitternacht wird der Höhepunkt einer Flutwelle erwartet. Es wird mit der Überschwemmung tiefer gelegener Stadtteile gerechnet, darunter auch des Markusplatzes.
Die ersten, die global das Jahr 2010 einläuten konnten, waren die rund 5000 Bewohner der Weihnachtsinsel Kiritimati, die zum Pazifikstaat Kiribati gehört. Schon um 11 Uhr MEZ feierten die Menschen dort Silvester, denn in Kiribati verläuft die Datumsgrenze. Danach konnten es die Bewohner Australiens, Neuseelands und anderer Pazifikstaaten krachen lassen.
[Bildunterschrift: Malerisches Feuerwerk in Sydney ]
Im Hafen der australischen Metropole Sydney stieg gegen 14 Uhr MEZ eine Riesen-Silvesterparty - ganz ohne Alkohol. Vor der berühmten Kulisse der Hafenbrücke und des Opernhauses wurde ein grandioses Feuerwerk mit 36.000 Feuerwerkskörpern entfacht. Die Polizei hatte in den öffentlichen Parks ein Alkoholverbot verhängt, um Pöbeleien und Gewalt durch Betrunkene zu verhindern.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten steht in der Silvesternacht wieder ein "Blue Moon" am Himmel. Diese besondere Naturerscheinung eines zweiten Vollmonds innerhalb ein und desselben Monats ist ohnehin selten, doch in einer Silvesternacht konnte man sie seit dem Jahreswechsel 1990/91 nicht mehr beobachten. Das nächste Mal soll ein Silvester-"Blue Moon" erst wieder 2028 zu erleben sein. Den ersten Vollmond im letzten Monat des Jahres gab es diesmal am 2. Dezember.
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