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Gedenken an die Opfer des Anschlags auf Sikh-Tempel
Tausende trauern um die Toten von Oak Creek
Knapp eine Woche nach dem Anschlag in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin sind Tausende Gläubige zu einer zweitägigen Trauerfeier in Oak Creek zusammengekommen. Sie feierten einen Trauergottesdienst und gedachten der sechs Opfer des Anschlags vom vergangenen Wochenende.
An der Zeremonie in der High School der Stadt nahm auch US-Justizminister Eric Holder teil. Holder verurteilte die Bluttat als Angriff auf die Werte der amerikanischen Gesellschaft. Er bezeichnete den Anschlag als "terroristischen Akt" und fügte hinzu: "Unsere Entschlossenheit, Terrorakte und von Hass motivierte Verbrechen zu verhindern, war niemals stärker."
Auch US-Präsident Barack Obama verurteilte den blutigen Anschlag. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus nannte er die Tat einen "Anschlag auf die Freiheit aller Amerikaner". Obama erklärte, kein Amerikaner solle je Angst haben müssen, sich in der Öffentlichkeit zu seinem Glauben zu bekennen.
Mahnmal soll Erinnerung wach halten
In dem Gotteshaus soll künftig ein Einschussloch in einem Türpfosten die Erinnerung an die Opfer wach halten. Die Stelle blieb bei der Beseitigung der Schäden unangetastet. Zum Gedenken soll dort auch eine Plakette angebracht werden.
Bereits gestern gedachten in New York Hunderte Menschen mit einer Schweigeminute der Opfer des Anschlags. Mahnwachen fanden auch in anderen US-amerikanischen Städten statt.
Am vergangenen Sonntag hatte der Attentäter vor und in dem Tempel um sich geschossen und sechs Menschen getötet, bevor er von einer Polizeikugel verletzt wurde und sich schließlich selbst in den Kopf schoss. Die Ermittler identifizierten den Mann als einen aus dem Militärdienst entlassenen Ex-Soldat, der in rechtsextremen Bands mit Namen wie "Definite Hate" und "End Apathy" spielte.
Stand: 11.08.2012 10:19 Uhr
