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Trauer um den "Vater der Nation"

Kambodschas früherer König Sihanuk gestorben

Kambodschas früherer König Sihanuk
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Der "König-Vater" starb im Alter von 89 Jahren.

Nach langer Krankheit ist der als "Vater der Nation" verehrte frühere kambodschanische König Norodom Sihanuk in Peking gestorben. Er wurde 89 Jahre alt. Sihanuks Sohn Sihamoni werde nach Peking reisen, um den Leichnam zurück nach Kambodscha zu begleiten, teilte die kambodschanische Regierung mit. Sihamoni löste seinen Vater im Jahr 2004 auf dem Thron ab.

"Das ist ein großer Verlust für Kambodscha. Wir fühlen uns sehr traurig", sagte der stellvertretende kambodschanische Ministerpräsident Nihk Bun Chhay der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Sihanuk litt an Krebs, Diabetes und Bluthochdruck und verbrachte seit Jahren jeweils mehrere Monate im Jahr in der Obhut chinesischer Ärzte in Peking.

Kambodschas ehemaliger König Sihanouk gestorben
U. Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Singapur zzt. Sidney
15.10.2012 09:29 Uhr

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Eine wechselvolle Regentschaft

Sihanuk gilt als schillernde Figur. Er griff immer wieder aktiv in die Politik ein und begleitete sein Land ein halbes Jahrhundert durch Kolonialherrschaft, Bürgerkrieg und Demokratisierungsversuche. Der Monarch galt als beliebt beim Volk, war allerdings nur selten in der Lage, für Stabilität in dem südostasiatischen Staat zu sorgen.

1941 wurde er unter französischer Herrschaft im Alter von 19 Jahren zum König gekrönt. Die Kolonialregierung ging offenbar davon aus, den jungen Mann gut kontrollieren zu können. Nach der Niederlage im Indochinakrieg verließen die Franzosen 1953 das Land. Zwei Jahre später verzichtete Sihanuk auf den Thron, gründete eine politische Partei und erklärte Kambodscha auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs für neutral.

Sihanuk und Charles de Gaulles
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Norodom Sihanuk kam 1941 als 19-Jähriger auf den Thron. Hier besucht er 1964 Frankreichs Präsidenten Charles de Gaulles.

Enge Beziehungen zu China

Er akzeptierte auf der einen Seite in begrenztem Maße Entwicklungshilfe aus den USA und nahm auf der anderen Seite Beziehungen zum kommunistischen China auf. Zudem gehörte er zu den Gründern der Bewegung der Blockfreien Staaten. Sihanouk sympathisierte zunächst mit den Roten Khmer, wurde von den neuen Machthabern später aber zum Tode verurteilt. Nur die persönliche Intervention des chinesischen Parteiführers Zhou Enlai bewahrte ihn vor der Hinrichtung.

Abseits der Politik ging der Monarch seinen zahlreichen Interessen nach. Er drehte Filme, malte, komponierte, führte die Fußballmannschaft des Palastes und leitete eine Jazzband. Sihanouk liebte schnelle Autos, gutes Essen und schöne Frauen: Er war mindestens fünfmal verheiratet und hat 14 Kinder.

Früherer König Kambodschas Sihanouk gestorben
tagesschau 20:00 Uhr, 15.10.2012, Daniel Satra, NDR

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Stand: 15.10.2012 08:59 Uhr

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