Jeff Sessions | Bildquelle: AFP

Anhörung zur Russland-Affäre Sessions weiß nichts von Einflussnahme

Stand: 13.06.2017 21:53 Uhr

US-Justizminister Sessions hat jegliche Kenntnis über Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam bestritten. Vor dem Geheimdienstausschuss des Senats sagte Session, er habe nie mit Vertretern Russlands über Einmischungen gesprochen.

Vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats hat Justizminister Jeff Sessions abgestritten, dass er von Absprachen des Wahlkampfteams von Donald Trump mit Vertretern Russlands weiß.

Solche Vorwürfe seien "eine erschreckende und verabscheuungswürdige Lüge", die seinen jahrzehntelangen Dienst am Staat in den Schmutz ziehe, sagte Sessions in einer öffentlichen Sitzung des Geheimdienstausschusses. Er werde seine Ehre gegen solche "niederträchtigen und falschen Vorwürfe" verteidigen.

Er selbst habe niemals Vertreter Russlands getroffen, um über Wahlbeeinflussung zu sprechen, so Sessions. Auch wisse er nichts davon, dass andere Trump-Mitarbeiter solche Gespräche geführt hätten. Sessions betonte, eine Einflussnahme Russlands sei nicht zu tolerieren.

Sessions sagt vor Geheimdienstausschuss des Senats aus
nachtmagazin 00:20 Uhr, 14.06.2017, Jochen Leufgens, ARD Washington

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Bei seinen beiden Treffen mit Russlands Botschafter Sergej Kisljak habe er nichts Unangemessenes besprochen. Er bestritt, dass es über die beiden Begegnungen hinaus ein drittes Gespräch im Mayflower Hotel in Washington gab, wie Abgeordnete vermutet hatten. Bei dem Empfang in dem Hotel seien zahlreiche Gäste anwesend gewesen.

Sessions wollte sich "an Regeln halten"

Sessions betonte, dass er sich aus den Untersuchungen seines Ministeriums zu einer möglichen russischen Einflussnahme zurückgezogen habe, weil es die Regeln seines Ministeriums so vorsähen und nicht weil er etwas falsch gemacht habe. Sessions hatte seinen Rückzug erklärt, nachdem seine Treffen mit Kisljak bekannt geworden waren, die er zuvor verschwiegen hatte.

Der Justizminister bestätigte ein Gespräch mit Ex-FBI-Direktor James Comey, in dem Comey Sorgen über die Art der Kommunikation mit dem Weißen Haus geäußert hatte. Sessions habe Comey daraufhin aufgefordert, bei Gesprächen mit Trump die Protokollregeln einzuhalten.

Comey hatte vergangene Woche vor dem Ausschuss ausgesagt. Trump hatte Comey dessen Aussage zufolge gebeten, die Ermittlungen gegen den kurz zuvor entlassenen Nationalen Sicherheitsdirektor Michael Flynn einzustellen. Danach entließ Trump den FBI-Direktor.

Sessions erklärte, er habe eine Empfehlung zur Entlassung Comeys geschrieben, nachdem Trump ihn darum gebeten hatte.

Der Geheimdienstausschuss untersucht eine mögliche Einflussnahme Russlands auf die US-Wahl 2016. Sessions war einer der wichtigsten Wahlkampfberater von Trump.

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 13. Juni 2017 um 00:20 Uhr.

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