Jeff Sessions | Bildquelle: AP

Russland-Affäre Sessions von Sonderermittler befragt

Stand: 23.01.2018 20:55 Uhr

Als wohl erstes Mitglied im Trump-Kabinett ist US-Justizminister Sessions zur Russland-Affäre befragt worden. Die Vernehmung durch das Team des Sonderermittlers Mueller dauerte mehrere Stunden.

In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump ist Justizminister Jeff Sessions vom Team des Sonderermittlers Robert Mueller befragt worden. Das Justizministerium in Washington bestätigte entsprechende Medienberichte. Die Vernehmung fand demnach in der vergangenen Woche statt. Laut einem Bericht der "New York Times" dauerte sie mehrere Stunden.

Sessions ist das wohl erste Kabinettsmitglied, das vernommen wurde - zumindest das erste, dessen Befragung bekannt wurde. Hintergrund von Muellers Ermittlungen ist, dass US-Geheimdienste Russland beschuldigen, sich mit Hackerangriffen in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Mueller untersucht, ob es dabei geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab.

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Kontakt mit dem russischen Botschafter

Mehrere Berater Trumps hatten während des Wahlkampfes und auch nach der Wahl Kontakt mit Vertretern Russlands, darunter auch Sessions. Er traf sich mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak. In einer Anhörung vor dem Senat verneinte Sessions dies aber unter Eid - und sagte damit nicht die Wahrheit.

Wegen Befangenheit hält er sich seither aus den Russland-Ermittlungen des FBI heraus, was Trump missfällt. Als oberster Chefankläger hat Sessions die Aufsicht über das FBI. Er steht nicht nur wegen seiner Kontakte während des Wahlkampfes im Fokus der Affäre. Es geht auch um die Frage, ob Trump in deren Zuge möglicherweise die Justiz behindert hat, indem er den FBI-Chef James Comey feuerte. Trump hatte nach der Entlassung zunächst erklärt, er habe auf Empfehlung von Sessions und dessen Stellvertreter Rod Rosenstein gehandelt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Januar 2018 um 21:00 Uhr.

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