Putin und Xi in Qingdao | Bildquelle: WU HONG/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Treffen asiatischer Staaten Harmonie in Qingdao

Stand: 10.06.2018 10:11 Uhr

Beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit wird Einigkeit demonstriert. Während Russlands Präsident Putin die G7 kritisierte, wandte sich Gastgeber China gegen "eigensinnige, kurzsichtige Politik".

Während sich die G7-Staaten in Kanada im Streit verheddern, zelebriert ein Bündnis asiatischer Staaten im chinesischen Qingdao Harmonie. Gastgeber Xi Jinping rief beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) zu mehr globalem Zusammenhalt auf. Eine nur auf sich selbst gerichtete und "kurzsichtige Politik der geschlossenen Türen" müsse beendet werden, sagte der chinesische Präsident.

Auch wenn Xi die USA nicht namentlich erwähnte, kam die Botschaft an. "Wir erhalten die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) aufrecht, wir unterstützen ein multilaterales Handelssystem und die Bildung einer offenen Weltwirtschaft", so Xi weiter. "Wir müssen das Denken aus der Zeit des Kalten Krieges und die Konfrontation von Gruppen ablegen", sagte der chinesische Präsident. "Wir verwahren uns gegen Handlungen, durch die die eigene absolute Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer Länder erlangt werden soll."

SCO-treffen in China
tagesschau 17:15 Uhr, 10.06.2018

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Putin kritisiert G7

Bei dem Treffen im Osten von China diskutieren zahlreiche Staatenlenker über ihren Kurs. Auch Russland, beim G7-Gipfel unerwünscht, sitzt mit am Tisch. Präsident Wladimir Putin nutzte die Bühne für scharfe Kritik. Die Kritik der G7 an seinem Land nannte er "Gelaber". Zugleich lobte er die Kraft der SCO-Mitglieder.

An dem Gipfel nehmen auch Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan teil. Indien und Pakistan traten der SCO im vergangenen Jahr bei. Der Iran will ebenfalls Mitglied werden und hat derzeit einen Beobachterstatus. Auch die Türkei ist ein möglicher Beitrittskandidat.

China hatte als Gastgeber einen gewaltigen Aufwand betrieben. In der Hafenstadt Qingdao wurde eigens für den Anlass ein neues Kongresszentrum gebaut. Am Samstag waren die Gäste mit einer großen Lichtershow und Feuerwerk begrüßt worden.

Bewusste Abgrenzung

China und Russland hatte bereits vor dem Treffen einen symbolischen Schulterschluss geübt. Bei einem Besuch in Peking überreichte Xi seinem Amtskollegen Putin eine goldene Ehrenmedaille und nannte den Russen seinen "besten Freund".

Beobachter halten Form und Zeitpunkt des SCO-Gipfels für wohlkalkuliert. "Das ist natürlich Symbolpolitik, eine Art Gegeninszenierung", sagte Stefan Meister, Russland-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Soll heißen: "Ihr in Kanada seid gespalten, auf dem absteigenden Ast, während wir die aufsteigenden Schwellenländer sind."

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