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[Bildunterschrift: Deutschland und die Schweiz streiten seit Jahren über den Fluglärm. Nun soll es neue Analysen geben. ]
Deutschland und die Schweiz wollen im jahrelangen Streit um den Lärm durch den Flughafen Zürich Kloten gemeinsam nach einer Lösung suchen. Beide Seiten würden noch einmal messen und analysieren, wie hoch die Belastungen für die Bevölkerung seien, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bern. "Es wurde schon viel getan. Aber es gibt keine gemeinsame Analyse der Gesamtbelastung", so Merkel, die sich zufrieden mit den Gesprächen zeigte. Auf dieser Basis werde die Schweiz dann wieder einen Vorschlag machen, wie eine Lösung aussehen könnte.
Seit 2003 belastet der Fluglärmstreit das gutnachbarschaftliche Verhältnis – zumindest aus Schweizer Sicht. Es geht um die Landeanflüge über deutsches Gebiet, sprich den Schwarzwald, auf den größten Schweizer Flughafen, Zürich Kloten. Im Minutentakt schweben die Maschinen mit einem Höllenlärm über Waldshut-Tiengen oder Hohentengen Richtung Schweiz ein.
Vor fünf Jahren hatte Deutschland einseitig die Anflüge über deutsches Hoheitsgebiet stark eingeschränkt. Zuvor war ein Abkommen zwischen den beiden Staaten am Veto des Schweizer Parlaments gescheitert. Jetzt gibt es verstärkt Landeanflüge über Schweizer Gebiet - sehr zum Ärger der dort lebenden Schweizer.
[Bildunterschrift: Der Schweizer Bundespräsindent Couchepin hofft auf das Verständnis von Bundeskanzlerin Merkel. ]
Das Problem mit dem Fluglärm war das wichtigste Thema der rund dreistündigen Begegnungen Merkels mit Vertretern der Schweizer Regierung. Bei den Meinungsunterschieden im Steuerstreit und um das Schweizer Bankgeheimnis wurden offenbar nur Ansichten ausgetauscht. Es wurde auf die europäische Ebene verwiesen, ohne dass es zu Bewegungen gekommen ist. Nach ihrem offiziellen Arbeitsbesuch, dem ersten in der Schweiz seit Beginn ihrer Kanzlerschaft, fuhr die studierte Physikerin Merkel am Nachmittag zu einem Besuch des internationalen Kernforschungszentrums Cern nach Genf.
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