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Schneesturm

Wintersturm erreicht Nordosten der USA

Zehntausende Menschen ohne Strom

Seit Tagen haben die Meteorologen vor dem schweren Schneesturm gewarnt, der nun den Nordosten der USA erreicht hat - die Menschen konnten sich auf Sturm "Nemo" vorbereiten. Mehr als Hunderttausend blieben dennoch ohne Strom. Besonders hart trifft das die Regionen, die schon von "Sandy" heimgesucht wurden.

Von Rolf Büllmann, BR-Hörfunkstudio Washington

Der Vorteil war, dass es nicht überraschend kam. Seit Tagen haben die Meteorologen in den USA gewarnt, dass ein Sturm aus dem Westen und einer aus dem Süden sich über dem Nordosten der USA vereinigen würden, und dass es dann viel Schnee geben würde. So kam es dann auch. Der Meteorologe von CNN fasst zusammen: "Das wird jetzt das Wetter bestimmen - von New York bis hoch nach Maine."

Aber wie gesagt: es kam nicht überraschend. Die Menschen waren vorbereitet, und die Behörden auch. Hunderttausende Tonnen Streusalz standen schon bereit, bevor der Sturm überhaupt angekommen war, und alles Gerät, das benötigt wird für so eine Situation. "Wir sind sehr gut vorbereitet, weil wir so früh gewarnt wurden - wir haben die Schneepflüge im Einsatz, wir werden die Straßen freihalten", sagte Lincoln Chaffee, der Gouverneur von Rhode Island.

Schneesturm legt öffentliches Leben lahm
tagesschau24 12:15 Uhr, 09.02.2013, Marc Dickgreber, DW

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Weil der Sturm an einem Freitagabend kam - also mit dem Wochenende - war die Lage auch etwas entspannter, als sie es an einem Werktag gewesen wäre. Viele Menschen konnten dem Ratschlag von New Yorks Bürgermeister Bloomberg folgen - und einfach zu Hause bleiben: "Gehen sie nicht auf die Straße, fahren sie nicht mit dem Auto bleiben sie drinnen - das ist zu ihrem eigenen Schutz".

Und für alle, die es nicht einsehen wollten, dass es keine gute Idee ist, im Schneesturm Auto zu fahren, hat der Gouverneur von Massachussets eine ganz klare Botschaft: Seit dem frühen Abend Ortszeit gilt dort ein Fahrverbot. Wer im Auto erwischt wird, muss mit einer Strafe von bis zu 1000 Dollar rechnen - oder einem Jahr im Gefängnis.

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Schneesturm in den USA

Schneesturm

Ausnahmezustand an der Ostküste der USA: Wintersturm "Nemo" lähmt weite Teile der Region. Wie hier in Boston sind viele Innenstädte verwaist. Wer sich dennoch auf die Straße wagt, muss gegen schwere Winde ankämpfen.

Der Flugverkehr ist streckenweise komplett zum Erliegen gekommen. Tausende Flüge wurden gestrichen, und auch der Zugverkehr kam an einigen Stellen der Ostküste zum Stillstand. Das Verheerende an Sturm Nemo, so hat der amerikanische Wetterkanal den Blizzard getauft, ist, dass er weite Teile der Gegend trifft, die erst vor etwas mehr als drei Monaten von Sandy heimgesucht wurde. Mit Schnee, Sturm, Schneewehen, und eisigen Temperaturen. Staten Island zum Beispiel - wo viele der Holzhäuser, die Sandy zerstört hat, noch immer nicht völlig repariert sind.

"Die Leute sind schockiert: jetzt noch ein Sturm? Ihre Häuser sind unbewohnbar, sind praktisch entkernt, und jetzt wird das Holz wieder nass", sagt Donna Graziano, die eine Nachbarschafts-Hilfsstation betreibt, bei der diejenigen etwas Warmes zu Essen bekommen können, die bei Sandy alles verloren haben.

Hunderttausend ohne Strom

Das große Problem bei Nemo sind - wie schon bei Sandy - die Stromausfälle, zu denen es in einer solchen Situation kommt. Entlang der Ostküste der USA, in Staaten wie Connecticut, Rhode Island, Massachussets, und New Hampshire gibt es viel alten Baumbestand. Bäume also, die besonders anfällig sind, wenn sie von nassem, schweren Schnee bedeckt werden und gleichzeitig heftige Winde an ihnen zerren. Umstürzende Bäume reißen immer wieder Stromleitungen nieder - innerhalb weniger Stunden waren dann auch mehr als hunderttausend Menschen entlang der Ostküste ohne Strom.

Die große Frage ist nun: Wie schnell können die Schäden repariert werden? Und werden noch mehr Leitungen beschädigt? Denn der Sturm ist noch nicht vorbei, und Nemo wird noch mehr Schnee bringen.

Schneesturm über dem Nordosten der USA
R. Büllmann, BR Washington
09.02.2013 04:59 Uhr

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Stand: 09.02.2013 13:07 Uhr

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