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Polizeieinheiten vor dem Sikh-Tempel in Wisconsin.

Sieben Tote bei Bluttat im Bundesstaat Wisconsin

Terrorangriff auf Sikh-Tempel in den USA

Bei einem Angriff auf einen Sikh-Tempel im nördlichen US-Bundesstaat Wisconsin sind sieben Menschen getötet und bis zu 30 weitere verletzt worden, davon drei schwer. Nach Polizeiangaben befand sich unter den Toten auch der mutmaßliche Schütze. Präsident Barack Obama äußerte sich bestürzt über den Angriff und sprach der aus Indien stammenden Religionsgemeinschaft der Sikhs seine Solidarität aus.

Fall von "Inlandsterrorismus"

Kartenansicht vom Bundestaat Wisconsin in den USA
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Die Stadt Oak Creek liegt am Michigan-See, südlich von Milwaukee.

Der Angriff ereignete sich am Morgen in der Kleinstadt Oak Creek am Ufer des Michigansees - nur gut zwei Wochen nach dem Amoklauf von Aurora, bei dem ein Schütze in einem Kino zwölf Menschen getötet hatte. Die Ermittler erklärten, der Angriff in Wisconsin werde als "Inlandsterrorismus" eingestuft. Das bedeutet, dass der Anschlag gezielt der Glaubensgemeinschaft gegolten haben könnte. Als "heimischer Terrorismus" werden etwa die Taten des Ku Klux Klan oder das Bombenattentat von Oklahoma City aus dem Jahr 1995 gewertet.

Mehrere Polizeieinheiten sowie Einheiten der Bundespolizei FBI sind am Tatort im Einsatz. Polizeichef Bradley Wentlandt sagte, es sei vermutlich zwei Polizisten zu verdanken, dass es nicht mehr Opfer gab. Ein erster Beamter habe den Schützen zu stellen versucht und sei dabei durch mehrere Kugeln schwer verletzt worden. Dann habe der Täter auf einen zweiten Polizisten geschossen, der das Feuer erwidert und ihn tödlich getroffen habe.

Identität des Täters bislang unbekannt

Sikhs sprechen mit einem Polizisten in Wisconsin.
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Sikhs werden in den USA wegen ihres Aussehens oft angefeindet.

Bei dem Angreifer handelte es sich der Polizei zufolge um einen einzelnen Täter. Augenzeugen beschrieben ihn als etwa 30-jährigen Weißen. Er habe sich einem Priester vor dem Tempel genähert, als sich dort die Gläubigen für einen Gottesdienst versammelten. Dann habe er auf den Priester geschossen.

Lokalsendern zufolge hielten sich zum Zeitpunkt der Tat möglicherweise bis zu 100 Menschen in dem Gebäude auf. In weiteren Berichten hieß es, die Schüsse seien während Vorbereitungen auf ein gemeinsames Mittagessen der Gläubigen gefallen.

Anfeindungen gegen Sikhs

Sikhs sind Anhänger einer im 15. Jahrhundert in Nordindien entstandenen religiösen Reformbewegung. Die meisten Sikhs leben in Indien, aber auch in Großbritannien und in Nordamerika gibt es viele Anhänger. Sie tragen traditionell Turban und Bart und werden in den USA deshalb vielfach für Muslime gehalten. Besonders nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 waren sie immer wieder zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt.

Stand: 06.08.2012 00:57 Uhr

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