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Bluttat im Bundesstaat Wisconsin
Sieben Tote bei Angriff auf Sikh-Tempel in den USA
Bei einem Angriff auf einen Tempel der Glaubensgemeinschaft der Sikhs in den USA sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei befindet sich unter den Toten auch der mutmaßliche Schütze.
Der Angriff ereignete sich in der Stadt Oak Creek. Vier Menschen wurden laut Polizei im Inneren des Tempels getötet, drei außerhalb des Gebäudes. Drei weitere Menschen wurden mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Polizeichef Bradley Wentlandt sagte, es sei vermutlich einem Polizisten zu verdanken, dass es nicht mehr Opfer gab. Der Mann habe den Schützen zu stellen versucht und sei dabei durch mehrere Kugeln schwer verletzt worden. Es sei ihm aber gelungen, den Täter selbst "niederzustrecken".
Motive des Schützen bislang unklar
Es handelte sich der Polizei zufolge wahrscheinlich um einen einzelnen Täter, dessen Motive bislang unklar sind. Zunächst war befürchtet worden, Komplizen hätten sich mit Geiseln in dem Tempel in Oak Creek verschanzt. Die Lage sei aber noch "in Bewegung", sagte Wentlandt.
Lokalsendern zufolge hielten sich zum Zeitpunkt der Tat möglicherweise bis zu 100 Menschen in dem Gebäude auf. In weiteren Berichten hieß es, die Schüsse seien während Vorbereitungen auf ein gemeinsames Mittagessen der Gläubigen gefallen.
Sikhs sind Anhänger einer im 15. Jahrhundert in Nordindien entstandenen religiösen Reformbewegung. Die meisten Sikhs leben in Indien, aber auch in Großbritannien und in Nordamerika gibt es viele Anhänger.
Stand: 05.08.2012 22:25 Uhr
