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Polizisten und Feuerwehrmenschen unter suchen den Tatort in Aurora bei Denver

Nach Blutbad bei "Batman"-Premiere in den USA

Ein Amoklauf, der Rätsel aufgibt

Zwölf Tote und Dutzende Verletzte - nach dem Amoklauf in einem Kino bei Denver rätselt die amerikanische Öffentlichkeit über die Motive des Täters. Und möglicherweise ist die von ihm ausgehende Gefahr noch nicht gebannt - die Polizei befürchtet, dass sich Bomben in der Wohnung des mutmaßlichen Amokläufers befinden.

Von Sabrina Fritz, SWR-Hörfunkstudio Washington

Amerikanische Medien haben mittlerweile Einzelheiten über den mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Demnach soll es sich um den 24-jährigen James Holmes handeln, einem Studenten der Neurowissenschaften an der Universität von Colorado. Neurowissenschaften sind eine Mischung aus Medizin und Biologie, und offenbar wollte er in diesem Fach auch seinen Doktor machen.

Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in Haft. Er wohnt nur wenige Kilometer von dem Kino entfernt. Die Polizei untersuchte das Appartement des Tatverdächtigen von außen. Das Spezialteam befürchtet Sprengsätze in der Wohnung. Mehrere Wohngebäude in der Nähe wurden deshalb geräumt. Wie der Polizeichef von Aurora, Dan Oates, mitteilte, sollen Sprengspezialisten die Wohnung des mutmaßlichen Amokläufers untersuchen.

Täter erschießt 12 Menschen bei "Batman"-Filmpremiere
tagesthemen 21:45 Uhr, 20.07.2012, Stefan Niemann, ARD Washington

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Warum er dieses Blutbad angerichtet hat, ist noch völlig unklar. Wie Augenzeugen berichten, drang der Mann um kurz nach Mitternacht in den Kinosaal ein. Dort lief gerade der neue "Batman"-Film "The Dark Knight Rises". Im Kino 9 waren viele Jugendliche, manche verkleidet wie der berühmte Fledermausmann.

Was dann geschah, schildert diese Augenzeuge im amerikanischen Fernsehen: "Wir dachten erst, das sind spezielle Soundeffekte, aber dann hörten wir jemand schreien: 'Da schießt jemand, Menschen werden erschossen', und dann sahen wir ein junges Paar, das schwer blutete."

Kaltblütiges Handeln

Polizisten untersuchen nach dem Amoklauf in Aurora die Wohnung des mutmaßlichen Täters.
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Die Polizei befürchtet, dass der Amokläufer Bomben in seiner Wohnung gelegt hat.

Außerdem soll der Amokläufer Tränen- oder Rauchgas in die Menge geworfen haben. Der Rauch verursachte zusätzliche Panik. Die Männer und Frauen versuchten, durch die Notausgänge zu flüchten. Viele krochen auf dem Boden.

Der Todesschütze ging dann eine weitere Treppe hinauf und schoss wahllos auf Kinobesucher. Der Mann war schwer bewaffnet. Er hatte vier Pistolen bei sich und trug eine Gasmaske.

Bloomberg fordert Debatte über Waffengesetze

Die Tat hat inzwischen eine erneute Diskussion über den Einsatz von Schusswaffen in Gang gesetzt. Der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, erklärte: "Es wird vielleicht Zeit, dass die beiden Menschen, die Präsident werden wollen, Präsident Obama und Gouverneur Romney, etwas dagegen tun. Das ist offensichtlich ein Problem des ganzen Landes. Jetzt sagt jeder, 'Oh, wie schrecklich, dieser Mann wollte Batman nachmachen', aber hier wird jeden Tag jemand mit Waffen erschossen. Dies muss gestoppt werden."

Präsident Obama erklärte bei einem Wahlkampfauftritt in Florida: "Selbst wenn wir wissen, wie das passiert ist, werden wir nie verstehen, warum jemand so etwas macht. Eine solche Gewalt ist sinnlos, jenseits aller Gründe."

In vielen Kinos, die den Batmanfilm zeigen, sind die Sicherheitsvorkehrungen inzwischen verstärkt worden. Das Filmstudio "Warner Brothers" hat die Premierenfeier in Paris und alle Interviews mit den Schauspielern abgesagt. 

Der lokale Sender "9 News" berichtet von Anfang an über die Ereignisse in Aurora. Um den Livestream des Senders zu starten, klicken Sie auf den Play-Button.

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